Blick auf 150 Jahre in 500 Seiten

Klaus Peter Schmitz mit dem Buch 150 Jahre Schwelmer Kolpingfamilie. Foto Bernd Richter
Klaus Peter Schmitz mit dem Buch 150 Jahre Schwelmer Kolpingfamilie. Foto Bernd Richter
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Klaus Peter Schmitz hat die Geschichte der Kolpingsfamilie vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit niedergeschrieben.

Schwelm.. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Im kommenden Jahr kann die Kolpingsfamilie Schwelm ihren 150. Gründungstag begehen. Das Buch zum Jubiläum gibt es schon jetzt – am Kolpinggedenktag. Er wird am morgigen Samstag um 18 Uhr mit einer Messe in der Marienkirche und ab 19 Uhr im Kolpinghaus gefeiert.

Zu verdanken haben die 235 Schwelmer Kolpingmitglieder ihr über 500 Seiten starke Geschichtsbuch Klaus Peter Schmitz. Der ehemalige selbstständige Elektromeister ist selbst Kolping-Mitglied und hat in über vierjähriger Recherche- und Schreibarbeit die Geschichte des einstigen Gesellenvereins vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit niedergeschrieben.

Für Klaus Peter Schmitz (67) ist es bereits das dritte Buch. Angefangen hat alles mit seiner Herzerkrankung. An die Arbeit auf den Baustellen war nicht mehr zu denken. Eine neue Aufgabe fand der gebürtige Schwelmer vor 18 Jahren in der Heimatgeschichtsforschung. Der Testversuch für ihn war die 100-seitige Festschrift „seiner“ Nachbarschaft Aechte de Muer 1997 zum 50- bzw. 70-jährigen Gründungsjubiläum. Darauf folgte die Durchsicht und Ordnung des Pfarrarchivs St. Marien und das Niederschreiben der Pfarrgeschichte.

„Die Arbeit hat mir einen sagenhaften Spaß gemacht“, resümiert Klaus Peter Schmitz. So viel Spaß, dass der Handwerker noch zwei weitere Bücher in der Pipeline hat: „Schwelm in der Zeit der Nationalsozialisten“ und „Entstehung und Werdegang der CDU in Schwelm“. „Viele Kolpingsmitglieder waren auch bei der Gründung der CDU dabei“, zeigt Schmitz den Roten Faden auf, der die zwei scheinbar unterschiedlichen Themen verbindet.

Die ersten 100 Bücher liegen im Arbeitszimmer des Autors. Sie werden zur Feier des Kolpinggedenktags am Samstag im Kolpinghaus zum Kauf angeboten. Ein Exemplar kostet 29,90 Euro. „Die reinen Herstellungsklosten betragen eigentlich 50 Euro“, so Schmitz. Doch dank eines Druckkostenzuschusses der Bank im Bistum Essen ist der verbilligte Preis möglich gewesen. Jetzt werden weitere Sponsoren gesucht.

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