Bebauungsplan für 77 neue Häuser

Dort, wo heute noch die Eisenbahnbrücke die Linderhauser Straße überspannt, soll einmal das neue Wohngebiet „Bahnhof Loh“ mit einer Stichstraße erschlossen werden. Ein Projektentwickler plant den Neubau von 77 Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern. Dafür muss die Brücke abgerissen werden.
Dort, wo heute noch die Eisenbahnbrücke die Linderhauser Straße überspannt, soll einmal das neue Wohngebiet „Bahnhof Loh“ mit einer Stichstraße erschlossen werden. Ein Projektentwickler plant den Neubau von 77 Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern. Dafür muss die Brücke abgerissen werden.
Foto: Bernd Richter

Schwelm.  Das letzte von 66 Grundstücken im Neubaugebiet Winterberg in Schwelm wird in diesen Tagen wahrscheinlich verkauft, aber Bauwillige in der Kreisstadt müssen dennoch nicht verzagen: Im Stadtgebiet Loh werden in den nächsten Jahren bis zu 77 neue Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser entstehen. Im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung (AUS) wurde eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans Bahnhof Loh auf den Weg gebracht mit dem Ziel, die Baufenster zu vergrößern und die Wohnbebauung zu verdichten.

Ursprünglich waren auf dem 54 450 qm großen Areal 36 Häuser geplant. Auf Initiative der Grundstückseigentümerin, der Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft BEG, wurden nun Stadtverwaltung und Politik aktiv. Das Verkehrsgutachten nennt als Bauherrin die NCC Deutschland GmbH – ein Unternehmen, das als Bauträger, Projektentwickler und Generalunternehmer tätig ist. Laut der Internetenzyklopädie Wikipedia ist NCC Deutschland „ein Tochterunternehmen des skandinavischen Bau- und Immobilienkonzerns NCC AB in Solna bei Stockholm. 2015 verkaufte NCC in Deutschland 1693 Eigenheime und Wohnungen. Die über 700 Mitarbeiter mit Hauptsitz im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree und in 11 regionalen Büros erzielten dabei einen Umsatz von 371,0 Millionen Euro.“

Projektentwickler: NCC Deutschland

Das geplante Neubaugebiet liegt zwischen Linderhauser Straße/Rheinischer Straße und Eugenstraße und soll durch eine noch zu errichtende Stichstraße von der Linderhauser Straße aus erschlossen werden. Nach Abriss der Eisenbahnbrücke soll der Verkehrsknoten Rheinische Straße/Hattinger Straße ohne Lichtzeichenanlage ausgebaut werden. Durch die verdichtete Bebauung des Areals erwarten die Verkehrsgutachten 630 zusätzliche Kfz-Fahrten pro Tag. Das bedeutet laut der Experten eine Verkehrszunahme von weniger als zwei Prozent für den Knotenpunkt. „Zusammenfassend ist festzustellen, dass gegen die geplante, verdichtete Wohnbebauung aus verkehrsplanerischer Sicht keine Bedenken bestehen“, so das Fazit von Dip.-Geogr. Christoph Richling von der Ingenieur-Gesellschaft Schüßler-Plan/Köln.

Darüber hinaus sieht der Beschlussvorschlag der Verwaltung die Beteiligung der Öffentlichkeit vor. Während der Auslegungsfrist (Dauer: 1 Monat) wird der Öffentlichkeit Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben. Das Thema wird noch einmal im Hauptausschuss am 23. Juni erörtert. Der Rat der Stadt wird in seiner Sitzung am 30. Juni über das Anliegen entscheiden. Beide Sitzungen beginnen um 17 Uhr im Rathaus.

 
 

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