Bahnhofsgebäude ist komplett entkernt

Unscheinbar von außen hat sich das Bahnhofempfangsgebäude im Innern schon stark verändert.
Unscheinbar von außen hat sich das Bahnhofempfangsgebäude im Innern schon stark verändert.
Foto: Bernd Richter

Schwelm.  Wiedereröffnung Ende des Jahres 2016. So ist es auf dem Plakat zu lesen, das seit Monaten von der Fassade des Bahnhofs hängt und an dem täglich gut 5000 Pendler vorbeilaufen. Es sieht aus, als ob das Plakat vergessen worden ist. Doch der Schein trügt. Hinter den Kulissen hat sich in den zurückliegenden Monaten einiges getan.

Einweihungsfest in 2016

„Wir hoffen, noch in diesem Jahr ein Bahnhofs-Einweihungsfest mit den Schwelmer Bürgern feiern zu können“, sagt Stefan Steinert, Geschäftsführer der Aedificia Bahnhofempfangsgebäude Schwelm KG. Das Unternehmen hatte die Immobilie vor rund eineinhalb Jahren von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) gekauft.

Eigentlich hat die Deutsche Bahn AG die Federführung beim Umbau bahnhofseigener Immobilien. Doch die Bahn hat im Fall des Bahnhofempfangsgebäudes in der Kreisstadt die hoheitlichen Aufgaben an die Stadt Schwelm abgegeben. Im Rathaus liegen laut Steinert alle geforderten Unterlagen zur Erteilung der Nutzungsänderung vor. „Wir warten sehnlichst auf die Baugenehmigung. Ich hoffe, das wir sie im April erhalten werden“, so der Geschäftsführer weiter.

Steinert lobt ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Schwelm. Die Stadtverwaltung hätte sogar ein Eigeninteresse daran, dass es zügig mit den Arbeiten vorangehe. „Sie wird im ersten Obergeschoss auch eine Räumlichkeit anmieten.“ Um was es sich dabei für eine Nutzung handelt, will Steinert allerdings nicht verraten. Dies sei Sache der Stadt.

Das Gebäude ist komplett entkernt, der Anbau abgerissen, sagt Steinert weiter. Die meisten Mietverträge wären mittlerweile unter Dach und Fach. „Bis auf wenige Flächen ist alles vergeben.“ Das erste Obergeschoss sei voll vermietet, „das zweite Obergeschoss ebenso, wenn wir wollten.“

Im Erdgeschoss gebe es noch eine ca. 80 qm große Gewerbefläche, beispielsweise geeignet für eine Fahrschule, einen Frisör, Architekten oder eine gastronomische Nutzung. Nach Fertigstellung werden neben dem Info-Center der Verkehrsgesellschaff Ennepe-Ruhr die Taxizentrale und eine Kombination aus Bäckerei/Bistro, Schlüsseldienst und Lotto/Toto einziehen.

Für Steinert kann es jetzt gar nicht mehr mit dem Beginn der Bauarbeiten schnell genug gehen. „Wir stehen Gewehr bei Fuß. Wir haben das Geld auf dem Konto und wollen es ausgeben.“ Nicht nur die Pendler werden diese gute Nachricht gerne vernehmen, war doch bisher für sie und auch die Stadt Schwelm und ihre Besucher der Bahnhof als eines der Eingangstore zur Kreisstadt wenig vorzeigbar.

 
 

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