Außergewöhnlicher Weihnachtsmarkt

Imke Heymann und der Weihnachtsmann rollten zur Eröffnung des Marktes zusammen im Käfer-Cabrio an.
Imke Heymann und der Weihnachtsmann rollten zur Eröffnung des Marktes zusammen im Käfer-Cabrio an.
Foto: WP

Ennepetal..  Das würde sich so mancher Veranstalter wünschen: Tausende Menschen strömten am Wochenende zum Kreativ-Weihnachtsmarkt ins Industriemuseum. Zum vierten Mal haben sie Außergewöhnliches auf die Beine gestellt, die Mitglieder des Förderkreises Industriekultur. Angeschlossen hatte sich wieder die Dorfgemeinschaft Oberbauer um Vorsitzenden Frank Altena. Die Freistaatler lockten mit Grillschinken. „Die Schweine, in Oberbauer groß geworden, sind alleine, im Gänsemarsch, auf die Spieße gesprungen“, sagte Waldemar Guderian scherzhaft.

Mehrere tausend Besucher

Horst Groth ließ die „Glocken vom Kölner Dom“ erklingen – und danach wurde offiziell der Kreativ-Weihnachtsmarkt am Samstag von Bürgermeisterin Imke Heymann eröffnet, die mit dem Nikolaus (Waldemar Guderian) im Cabrio angebraust kam, um die kleinen Besucher, nachdem diese ein Gedicht aufgesagt hatten, zu beschenken.

Danach hieß es: Ab in die alte Fabrikhalle. Aber auch auf dem Außengelände war ein gemütlicher Markt entstanden, wo zehn regionale Anbieter, unter anderem ein Pizzabäcker, für ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken sorgten. Im Gebäude boten die Frauen des Förderkreises Waffeln an. Weit über tausend seien über die Theke gegangen.

Diesmal präsentierten so viele Anbieter wie nie Selbstgefertigtes. Mehr als 70 Interessenten habe Manfred Henning eine Zusage erteilen können, und viele, so der Mitorganisator, hätten sich gleich fürs kommende Jahr erneut angemeldet. „Das ist jedes Mal ein außergewöhnliches Ereignis in Ennepetal in der Vorweihnachtszeit, auf das man sich das ganze Jahr freut“, meinte Horst Winkel, der sich mit Ehefrau Ulrike für eine Patchworkdecke von Ulla Halverscheidt entschied.

Manfred Henning freute sich über den Andrang und auch darüber, dass der ehemalige Touristikbeauftragte Friedhelm Erlenhofer, jetzt Ansprechpartner für die Innenstadt mit von der Partie war. Ehefrau Annette hatte für den Schützenverein Hestert „die leckerste Marmelade der Welt“ angeboten.

„Hier werden nur ausgewählt schöne Dinge präsentiert“, lobte Ellen Saure, die mit Neffe Paul gekommen war, der sich für eine Keramik-Gänsefamilie interessierte.

Die Besucher zeigten sich begeistert vom geschmackvollen Angebot sowie auch von der stimmungsvollen Atmosphäre im alten Fabrikgebäude. In 14 Fenstern waren beleuchtete Weihnachtsbäumchen zu sehen. Richtig festlich strahlte somit die ehemalige Fabrikhalle.

Sportliche Versteigerung

Manfred Henning hatte sich mit der Künstlerin Anke Bilstein-Blaufelder, Rainer Bösebeck und Horst Berens zusammengesetzt, um den 4. Kreativ-Weihnachtsmarkt zu organisieren. „Wir hatten glücklicherweise zahlreiche ehrenamtliche Helfer an der Seite“, so Henning.

Zwischen den Säulen in der mittleren Etage des Fabrikgebäudes sah man handwerklich Gefertigtes wie Krippen von Duro Bockor, Schmuck, Gestricktes, Gestecke, Schieferarbeiten, Bilder von Künstlern aus den Ennepe-Ruhr-Kreis, Kerzen, Honigprodukte, Liköre, Edelsteine und Metallkunst. Letztere präsentierte die Gebal und da konnte Hildegard Frede nicht widerstehen. Viele Besucher kauften den Klutertkäse und probierten am Stand der Imkerei Lang/Schmidt Honig- und Winterwhisky.

Da war die Stimmung „bombig“: Alt-Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und Jan Schulte versteigerten humorvoll Fan-Artikel von Schalke 04, Borussia Dortmund und Bayern München gegen Meistgebot. Heike Birkenstock aus Schwelm, Schalke-Fan, hatte Glück: Mit dem Wimpel und der Autogrammkarte von Ralf Fährmann hatte sie sich selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht. Die Fan-Artikel hatten die jeweiligen Fußballvereine zur Verfügung gestellt. Insgesamt kamen 190 Euro zusammen, die eine Besucherin auf 200 Euro aufstockte. Auch wurden attraktive Preise verlost, u.a. Reise- und Restaurant-Gutscheine. Die Erlöse beider Tage erhielt der Kinderschutzbund, der das Geld direkt zugunsten der Flüchtlingshilfe einsetzen werde.

Zur vorweihnachtlichen Stimmung trug das musikalische Rahmenprogramm, gestaltet von der städt. Musikschule um Leiter Kai Stubenvoll, bei. Eine rund um gelungene Veranstaltung.

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