Ausgeglichen dank Steuerplus

Der ausgeglichene Haushalt in Schwelm hat viele Väter. Politik und Verwaltung haben in den zurückliegenden Monaten an vielen Stellschrauben gedreht, um beispielsweise auf eine eigentlich eingespeiste Erhöhung der Grundsteuer B verzichten und das dicke Zahlenwerk vorlegen zu können. Dafür gebührt den handelnden Akteuren der Dank der Bürger.


Doch die Kreisstadt hat die schwarze Null, wie der Bund auch, der guten Konjunktur, den dadurch sprudelnden Steuereinnahmen und dem niedrigen Zinsniveau zu verdanken. Darauf hat Hans-Werner Kick (SPD) nicht ganz zu unrecht hingewiesen. Ein Plus an Gewerbesteuer, Einkommenssteuer- und Umsatzsteuer-Zuweisungen haben für rund 2,5 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen in die Stadtkasse gesorgt. Angenommen, dieses Füllhorn hätte sich nicht über Schwelm ergossen, bei gleichbleibenden Ausgaben wäre die Grundsteuer B um rund 280 Prozentpunkte angehoben worden.


Das Haushaltssanierungskonzept ist noch bis zum Jahr 2021 fortgeschrieben und in ihm ist bereits eine Grundsteuer B in Höhe von 950 Prozentpunkten für das Jahr 2021 eingespeist. Zum Jubeln ist es also noch zu früh. Nur weil im Haushalt 2017 auf die ursprünglich geplante Anhebung der Grundsteuer B von 742 auf 820 Punkte verzichtet werden konnte, ist die Kuh deshalb noch nicht vom Eis. Die nächsten Jahre versprechen weiterhin spannende Diskussionen im politischen Raum.

 
 

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