Aus Schülern werden fleißige Gärtner

Ina Blumenthal

Gevelsberg.  Eine Spende der Biologischen Station EN, des Projekts Gartenpforte und der Gewinn aus dem Wettbewerb der AVU „Junges EN“ macht es möglich: Ab sofort können die Schüler des Gymnasiums Gevelsberg auf dem Schulhof dabei zusehen, wie Johannisbeeren und einige Küchenkräuter wachsen.

Eigentlich pflegen sie lediglich ihr grünes Klassenzimmer, den Schulgarten des Gymnasiums Gevelsbergs, ab sofort weiten die Gärtner das Jäten, Gärtnern und Ernten auch auf den Schulhof aus. „Bislang war hier eine Unkrautecke“, sagen die Mädchen und Jungen des Bio-Chemie-Kurses und mühen sich mit Hacke und Schaufel, das Erdreich freizulegen.

Schüler sollen sich mit ihrer Nahrung auseinandersetzen

Lehmig und steinig ist der Boden bislang. Dreißig Zentimeter und ein bisschen muss das Loch tief sein, damit der Johannisbeerstrauch genug Platz hat und in dem lockeren Erdreich wurzeln kann. Wenn alles gut verläuft, die Pflanzen gut angehen, die Sonne scheint und Regen kommt, dann haben die Schüler außerdem eine Futterinsel für Wildbienen und andere Insekten geschaffen.

Wildbienen sind das Thema von Elke Zach-Heuer, Lehrerin für Umweltbildung an der Biologischen Station. Umso mehr freut sie sich, mit der Spende mehrere Ziele zu erreichen. „Wir wollen, dass Schüler sich damit auseinandersetzen: Woher stammt eigentlich das, was wir essen? Wir wollen, dass sie wissen, wie es aussieht und wie man es pflegt. Und außerdem möchte wohl niemand von uns jede Apfelblüte selbst bestäuben“, sagt Zach-Heuer und spielt auf die neue Futterinsel für Wildbienen an, die die Aktion mit sich bringt.

Vier Johannisbeersträuche dazu Küchenkräuter – Thymian, Liebstöckel und Majoran spendete die Kooperation aus AVU, Gartenpforte und Biologischer Station. 35 Schulen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis haben sich bislang für die Kampagne zur Förderung der Biodiversität beworben. Neben den Pflanzen erhalten die Schulen ein Fortbildungspaket.