Auf den Spuren der ganz großen Musikstars

„The O'Reillys and the Paddyhats“ haben mit ihrem Crowdfunding-Projekt Erfolg gehabt, mit Produzenten aller erster Güteklasse ein Album in den renommierten Principal-Studios in Senden aufgenommen und ganz nebenbei auch noch ein professionelles Musikvideo im Hagener Freilichtmuseum gedreht.
„The O'Reillys and the Paddyhats“ haben mit ihrem Crowdfunding-Projekt Erfolg gehabt, mit Produzenten aller erster Güteklasse ein Album in den renommierten Principal-Studios in Senden aufgenommen und ganz nebenbei auch noch ein professionelles Musikvideo im Hagener Freilichtmuseum gedreht.
Foto: Laura Tischler
Campino hat mit seinen „Toten Hosen“ dort schon an Hits getüftelt, ebenso Xavier Naidoo und seine „Söhne Mannheims“. Gunter Gabriel, Klaus Lage, Silke Bischof und unzählige internationale Heavy-Metal-Größen spielten Alben in den Sendener Principal-Studios ein. Diese fast schon legendären Hallen der deutschen Musikindustrie enterte jetzt ein Haufen Gevelsberger: Die Folk-Punker „The O'Reillys and the Paddyhats“ nahmen dort ihr nagelneues Album „Seven Hearts – One Soul“ auf. Doch fast wäre dieser Traum auf der Zielgeraden noch geplatzt.

Gevelsberg.. Campino hat mit seinen „Toten Hosen“ dort schon an Hits getüftelt, ebenso Xavier Naidoo und seine „Söhne Mannheims“. Gunter Gabriel, Klaus Lage, Silke Bischof und unzählige internationale Heavy-Metal-Größen spielten Alben in den Sendener Principal-Studios ein. Diese fast schon legendären Hallen der deutschen Musikindustrie enterte jetzt ein Haufen Gevelsberger: Die Folk-Punker „The O'Reillys and the Paddyhats“ nahmen dort ihr nagelneues Album „Seven Hearts – One Soul“ auf. Doch fast wäre dieser Traum auf der Zielgeraden noch geplatzt.

Viel an den Liedern gearbeitet

„Wir haben das Geld erst auf den letzten Drücker zusammenbekommen“, sagt Sänger und Gitarrist Franz Wüstenberg. Im vergangene Frühjahr hatte die Band ihre Fans um Spenden gebeten. Das Ziel: 8000 Euro zu sammeln, um das Album in den Extraklassestudios mit den berühmten Produzenten Jörg Umbreit und Vincent Sorg aufzunehmen. „Hätten wir das Ziel nicht erreicht, hätten wir alles zurückzahlen müssen“, sagt Wüstenberg. Doch auf ihre Anhänger konnte sich die siebenköpfige Combo verlassen. „Wir haben drei Wohnzimmerkonzerte gegeben, sogar in Nürnberg. Die haben allein 3000 Euro gebracht.“ Am Stichtag stand der Zähler auf 8100 Euro. Geschafft!

Seit dem Herbst waren sie regelmäßig im Studio. „Wir haben unglaublich viel an unseren Songs geschraubt“, sagt der Frontmann. Dabei mussten sie sich auch daran gewöhnen, neue Wege zu gehen. Denn die Profis am Mischpult machten klare Vorschläge, was ihrer Meinung nach an den Stücken verändert werden muss, damit ihnen Hitpotenzial eingehaucht wird. „Das war aber alles fair, und wenn wir etwas nicht wollten, wurde es auch nicht gemacht.“

Viel gibt es vor der Veröffentlichung am 9. April noch nicht zu hören. Das, was schon öffentlich ist, hört sich auf jeden Fall mehr als amtlich an und muss sich vor keiner anderen Genre-Produktion verstecken. Denn: Ganz nebenbei haben „The O'Reillys and the Paddyhats“ noch ein Musikvideo zu ihrem Stück „Barrels of Whiskey“ gedreht und bereits im Internet veröffentlicht. Hut ab! Für eine Band, die irgendwo zwischen Lokalmatadoren und Genre-Größe rangiert, kann sich auch das mit Produktionen messen, die locker im fünf- bis sechsstelligen Eurobereich angesiedelt sind. „Wir haben eine Tausender bezahlt“, sagt Wüstenberg stolz und lacht.

Kulisse gegen Konzert getauscht

Das erste Angebot, das die Folk-Punkrocker von einer Firma bekamen, lag tatsächlich bei 15 000 Euro. Nun studiert der Gevelsberger aber in Düsseldorf am Institut für Musik und Medien und konnte aus dem Video eine Projektarbeit machen – dadurch auf das Institut-Equipment zurückgreifen. Das Drehbuch schrieb er selbst, führte ebenso Regie. Thomas Meckel, Haus- und Hoftechniker der Band, stellte mit seiner Gevelsberger Veranstaltungstechnik die komplette Lichtanlage. Schauspieler, Maske, Kostüme – jeder kam der jungen Band entgegen, so dass kaum mehr als Material-, Essens- und Fahrtkosten anfielen.

Etwas Überredungskunst war jedoch bei der Wunschkulisse notwendig. Die Verantwortlichen des Hagener Freilichtmuseums zeigten sich zunächst wenig begeistert davon, dass eine Rockband zwischen und in den historischen Gebäuden aufdreht. „Wir haben sie aber allem Anschein nach doch überzeugt“, sagt Wüstenberg. Der Deal: Gegen geringe Auflagen und ein Konzert, das die Paddyhats am 1. Oktober im Museum geben, bekamen sie die Dreherlaubnis. Nach zwei Drehtagen war das Video im Kasten. Herausgekommen ist eine Mischung aus Filmerzählung über einen Schwarzbrenner, der seinen Lehrling misshandelt, und Bandperformance. 30 Helfer und Schauspieler aus Stuttgart und Rotterdam waren im Einsatz. Besonderer Dank der Band geht an die Brennerei Habbel, die eine Destille und Requisiten für den Schwarzbrenner gestellt hat. Wer das Video sehen möchte, kann entweder auf der Facebookseite der Band schauen oder bei Youtube „Barrels of Whiskey“ eingeben.

CD-Präsentation in der Pelmke

Das Video gibt zu den tollen Bildern musikalisch zumindest schon mal eine Vorgeschmack auf die Platte, die die Band am Samstag, 9. April, in der Hagener Pelmke exklusiv für 200 Gäste vorstellt. Dort warten spezielle Fanboxen mit einigen Überraschungen und natürlich das Album selbst. Tickets gibt es unter www.westticket.de.

 
 

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