Arbeitsreiche Winterpause für Förderkreis

Beim letzten Oldtimertreffen in diesem Jahr waren nicht nur historische Fahrzeuge zu bestaunen.
Beim letzten Oldtimertreffen in diesem Jahr waren nicht nur historische Fahrzeuge zu bestaunen.
Foto: Angelika Trapp

Ennepetal..  Sie halten keinen Winterschlaf, sondern gehen in die Winterpause, und die wird alles andere als ruhig für die Aktiven des Förderkreises Industriekultur. Denn in den nächsten Monaten werde eine Menge in Angriff genommen, um die Bürger im neuen Jahr zu überraschen, kündigt Rainer Finke an.

Doch vorher fand zum letzten Mal in diesem Jahr der Tag der offenen Tür im Industriemuseum an der Neustraße statt. „Heute brechen wir alle Rekorde“, staunte selbst Mitorganisator Kalli Bernhard. Denn 300 Oldtimer und mehr als 100 Motorräder wurden von ihren Fahrern in Ennepetal präsentiert.

Letzter Tag der offenen Tür 2014

Man bestaunte den Citroën 11CV, Baujahr 1952, die „Gangsterlimousine“ von Sabine und Volker Hohagen aus Schwelm, man schmunzelte über den VW Käfer namens „Jule“ von 1965, auf dem Schlitten, Ski und Koffer auf dem Gepäckträger zu sehen waren. „Ab Oktober machen wir Jule winterfest“, lachte Besitzerin Conny Braeske. Plastikblumen im Väschen, umhäkelte Toilettenrolle und ein Wackeldackel gehören zum 6-Volt-Oldie. Stammbesucher Ilse und Klaus Melzer aus Breckerfeld waren mit ihrer Honda Goldwing namens Lisbeth, Baujahr 1981, gekommen.

Kaffee, zahlreiche Kuchen und Torten sowie mehr als 300 Grillwürstchen gab es vor dem und im Schieferhaus. Auch die Landbäckerei Kritzler war vor Ort und zog knusperfrisches Brot aus dem Ofen. Gießereivorführungen zeigten Rainer Finke und Horst Berens. Stolz sei der Förderkreis auf die Dampfmaschine aus dem Jahr 1898, die Gerd Reinhold aus der Brunnenstraße dem Museum zur Verfügung gestellt hatte. Der gasbetriebene Kessel sei von Klaus Pohl, Mitglied des Förderkreises, restauriert worden, so Rainer Finke. Karsten Weigel, Mitorganisator der Carrerabahn „Museumsschleife“, freute sich über zahlreiche Leute, die Interesse an der Bahn zeigten. Voraussichtlich werde die Carrerabahn auch zum Kreativweihnachtsmarkt zugänglich sein, so Weigel. Die VER hat ein Haltestellenschild „Museumsschleife“ zur Verfügung gestellt.

Und während das Museum nun geschlossen ist, wird im Inneren einiges passieren. Rainer Finke erklärt: Neben dem Antrieb für die transmissionsbetriebenen Maschinen wird auch der Schmiedebereich weiter ausgebaut. Für den Schmiedebereich wolle man jemanden anlernen, der Kindern das Schmieden zeigt. Weiter werde in der Winterpause die Abteilung Mechanik, wozu Pressen, Schweißen und Sägen gehöre, ausgebaut. „Freiwillige, die an der Technik interessiert sind, dürfen uns gern unterstützen“, betont Rainer Finke.

Kreativ-Weihnachtsmarkt

Erst aber einmal stehe am 13. und 14. Dezember der dritte Kreativ-Weihnachtsmarkt im alten Fabrikgebäude auf dem Programm, zu dem sich zahlreiche Aussteller angemeldet haben, so die Organisatoren Manfred Henning und Anke Bilstein-Blaufelder, die mit einem engagierten Team viele schöne Dinge vorbereitet haben. „Da der Voerder Adventsmarkt sowie auch der Weihnachtshof in Oberbauer nicht mehr stattfinden, kommen die bisherigen Aktiven zu uns auf das Gelände“, freut sich Manfred Henning über Zuwachs.

Und noch ein Termin für den Förderkreis: die Barbarafeier am 6. Dezember im Industriemuseum. Am 1. Sonntag im April 2015 heißt es dann wieder nach getaner Arbeit Tag der offenen Tür.

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