Alte Bilder helfen Gevelsberger Kindern

Christina Hansen, Barbara Lützenbürger und Dietmar Hansen (von links) mit den historischen Gevelsberg-Kalendern in der Hand. Sogar aus dem Ausland gibt es schon Vorbestellungen.
Christina Hansen, Barbara Lützenbürger und Dietmar Hansen (von links) mit den historischen Gevelsberg-Kalendern in der Hand. Sogar aus dem Ausland gibt es schon Vorbestellungen.
Foto: Klaus Bröking
  • Die Ratsapotheke gibt wieder den historischen Gevelsberg-Kalender heraus
  • Er wird gegen eine Spende für den Kinderschutzbund an die Kunden verteilt
  • In der letzten Adventszeit kamen so immerhin 2000 Euro zusammen

Gevelsberg.  „Alle Jahre wieder“ – kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der historische Gevelsberg-Kalender, der von der Rats­apotheke herausgegeben wird. Und das es so ist, darüber freut sich niemand mehr als Barbara Lützenbürger, Vorsitzende des Örtlichen Kinderschutzbundes. Denn, der Kalender macht es möglich, den bedürftigen Mädchen und Jungen in der Stadt noch ein Stückchen mehr unter die Arme greifen zu können.

Seit 22 Jahren, hat Apothekerin Christina Hansen nachgerechnet, wird mit dem Kalender in der Stadt Gutes getan. Sie hat die Tradition von ihrem Vater Dietmar übernommen. „Die Aufnahmen stammen aus dem reichhaltigen Archiv von Fritz Sauer. Wir sind sehr dankbar dafür, dass er uns die Bilder zur Verfügung stellt“, loben die beiden den bekannten Journalisten und Stadthistoriker.

Fritz Sauer erinnert mit der Auswahl für den Kalender auch wieder an die Geburtstage, die im kommenden Jahr gefeiert werden können. Die Lukaskirche wurde am 31. März 1957 eingeweiht und das Stadion Stefansbachtal am 30. September 1967 eröffnet. Ein Bild zeigt den 75. Gevelsberger Kirmeszug am 25. Juni 1961 auf der Gartenstraße. Für diejenigen, die sich für die heimische Vergangenheit interessieren, ist der Kalender ein Leckerbissen.

Den Druck von 1500 Exemplaren hat die Ratsapotheke finanziert. Für den Kalender gibt es keinen Kaufpreis. „Wir geben ihn gegen eine Spende für den Kinderschutzbund ab. Der eine gibt mehr, der andere weniger, einige auch gar nichts“, berichtet Christina Hansen. Bei der Aktion in der vergangenen Adventszeit kam so die stolze Summe von 2000 Euro zusammen.

Darüber und über das große Engagement von Christina Hansen und ihrem Vater freut sich die Kinderschutzbund-Vorsitzende Barbara Lützenbürger: „Man soll es nicht glauben, aber auch bei uns in Gevelsberg steigt die Kinderarmut“. Es gebe Kinder, die sich die Mitgliedschaft in einem Sportverein nicht mehr leisten können. Eine unübersehbare Zahl von Mädchen und Jungen könne nicht mehr schwimmen, weil die Eltern ihnen nicht den Umgang mit dem Wasser beibringen. Im nächsten Jahr wollen die örtlichen Kinderschützer ein neues Thema angehen: Die zunehmende Vereinsamung der Mädchen und Jungen mit dem Smartphone vor Augen.

Übrigens: In der Ratsapotheken hilft nicht nur der Kalender den Kleinen. Auch Weihnachtskarten werden zur Unterstützung von Kinderschutzbund und UNICEF angeboten.

 
 

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