Aida-Familie trifft sich im Haus Wünsche

Autorenlesung mit Wolf Stachel alias Wolfgang Todtenhausen „Eine Mordkreuzfahrt bucht man nicht“ im Hotel Haus Wünsche.
Autorenlesung mit Wolf Stachel alias Wolfgang Todtenhausen „Eine Mordkreuzfahrt bucht man nicht“ im Hotel Haus Wünsche.
Foto: WP

Schwelm..  Ein dichter, wolkenverhangener Himmel. Zwischendurch immer wieder ein leichter Regenschauer und ein unangenehmer Wind, der den Aufenthalt in freier Natur nicht ratsam erscheinen lässt. Genau das richtige Wetter für die Krimizeit im Hotel Haus Wünsche.

Kein Stuhl blieb gestern leer, als Wolf Stachel den Deckel seines neuesten Buchs aufklappte. Unter der Überschrift „. . .’ne Mordslesung“ hatte der Schwelmer an Allerheiligen zu einer Lesung bei Kaffee und Kuchen in das Hotel an der Göckinghofstraße eingeladen.

Hinter dem Pseudonym Wolf Stachel verbirgt sich kein anderer als der gebürtige Wuppertaler Wolfgang Todtenhausen. Hinter jeden Buch, steht gewöhnlich eine Geschichte. Bei Wolf Stachel ersten Buch ist es ein sehr traurige, eine schicksalhafte Geschichte. Als seine Tochter im Alter von neun Jahren stirbt, versucht der Wahl-Schwelmer dieses traumatische Ereignis mit dem Griff zur Feder zu verarbeiten. Sein Debütwerk „TränenReich“ erscheint 2005. 2009 folgt sein zweites Werk „Stachelherzen“ – ein Historienroman. „Es ist eine Zeitreise durch 50 Jahre deutscher Geschichte(n) und Schicksale“, sagt der Autor selbst über sein Werk. Es sei dennoch kein Geschichtsbuch, sondern ein unterhaltsamer Roman voller Spannung, Liebe, Tragik und Hoffnung.

Alle guten Dinge sind drei, diesmal ein Krimi mit Lokalkolorit: Aus „Eine Mordskreuzfahrt bucht man nicht“ spricht Wolfgang Todenhausen Begeisterung und Leidenschaft für Urlaub auf dem Meer. Die teilt der 70-Jährige übrigens mit seiner Frau Dagmar. Die Meere vor Amerikas und Europas Küsten haben die beiden mit Hilfe der Kreuzfahrtschiffe durchpflügt – bisher 15-mal. „Hier treffen schwarzer Humor und Kreuzfahrterfahrung aufeinander“ sagt Wolf Stachel über sein jüngstes Buch.

Zum Inhalt: Es gibt nichts besseres als eine Kreuzfahrt, um dem Alltag zu entfliehen. Dachte sich Stalking-Opfer Judith Heumann, als sie das Schiff betrat. Die Vergangenheit holt sie jedoch schnell wieder ein. An Bord kommen auf rätselhafte Weise Menschen zu Tode, aber sie fasst Vertrauen zu Holger Strobel, einem weiteren Passagier. Und während die Reederei alles daran setzt, die Vorfälle nicht in die Öffentlichkeit gelangen zu lassen, macht der Täter an Bord anscheinend ungehindert weiter.

Für Sicherheitsoffizier Wegmann beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit: Wer steckt hinter den Morden, und wann ist endlich Schluss damit? Eine Mordskreuzfahrt bucht man schließlich nicht ...

Wolfgang Todtenhausen ist Kreuzfahrt erfahren. Das merkten auch die Gäste im Haus Wünsche. Gemeinsam mit dem Autor betraten sie die Planken des Schiffs, ließen sich gemeinsam den Seewind um die Nase wehen und schmecken das Salz der lauen Brise auf ihren Lippen. So jedenfalls konnte es denjenigen der Aida-Familie ergehen, die gestern am Göckinghof die Augen schlossen und sich ganz den Schilderungen von Wolfgang Todtenhausens Frida-Abenteuer hingaben.

Besonders stolz ist Wolfgang Todtenhausen auf ein ganz besonderes Exemplar des Taschenbuches. Auf der Umschlagsseite hat er bereits drei Kapitäne der Aida unterschrieben. Es sollen noch mehr werden. Im kommenden Sommer soll es nach Norwegen gehen. Schiff ahoi!

 
 

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