„Aechte de Muer“ hatte pfiffige Idee

1. Menschenkickerturnier der Nachbarschaft Aechter de Muer in der Halle West Schwelm Foto: Volker Speckenwirth,
1. Menschenkickerturnier der Nachbarschaft Aechter de Muer in der Halle West Schwelm Foto: Volker Speckenwirth,
Foto: Volker Speckenwirth (WR)

Schwelm..  Eine laute Trillerpfeife ertönt – sie ist die eindringliche Aufforderung des Schiedsrichters mit dem Kicken zu beginnen. In der Sporthalle West findet aber kein gewöhnliches Fußballturnier statt, es ist vielmehr die Mischung aus Tischkicker und echtem Fußball. Sieben Feldspieler haken ihre Hände freiwillig in den Schlaufen einer großen Metallsteige ein.

Auch der Torwart kann keine spontane Flugeinlage einlegen, um ein Tor zu vereiteln, denn auch er ist eine menschliche Kickerfigur. Die Nachbarschaft „Aechte de ­Muer“ hatte zum großen Menschenkickerturnier geladen und 11 Mannschaften sind angetreten, um zu gewinnen.

„Wir hatten in den letzten Jahren bei unserem Sommerfest oft Pech mit dem Wetter, da wollten wir mal etwas anderes machen“, erklärt Regina Duwe von Aechte de Muer die Idee, mal etwas Neues auszuprobieren. Dass es dann ein Menschenkickercup wurde, liegt an der engen Zusammenarbeit mit der Gevelsberger Kirmesgruppe Pinass Brumse, die bereits im Frühjahr ein solches Turnier ausrichtete.

In 30 Vorrundenspielen konnten sich die einzelnen Mannschaften schon einmal warm schießen. Zweimal fünf Minuten wurde jeweils um den Sieg gespielt, so dass die Spieler schnell ins Schwitzen kamen. Auch wenn das Spielfeld nur zwölf mal sechs Meter groß ist, fordert es doch auch körperliche Fitness von den Spielern. „Es ist schön zu sehen, dass die verschiedenen Nachbarschaften miteinander ins Gespräch kommen und sich austauschen“, freut sich Regina Duwe.

Vom Erlös des Turniers möchte die Nachbarschaft „Aechte de Muer“ ihren Heimatfestwagen finanzieren.

Nach rund acht Stunden Turnier standen dann die Sieger nach hartumkämpften Spielen endlich fest. Die „Schwelm Gemeinschaft“ besiegt die Nachbarschaft „Zum Parlament“ mit sechs zu vier.

Im Spiel um Platz Drei standen sich die Nachbarschaft „Aechte de Muer“ und „Die Hechtgrabscher“ gegenüber. Die Organisatoren konnten knapp mit Drei zu Zwei gewinnen.

Regina Duwe war mit dem Tag mehr als zufrieden. „Die Stimmung war sehr gut und wir werden das Turnier auf jeden Fall auch im nächsten Jahr wieder ausrichten.“

 

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