Adventival begeistert auch ohne Star

Die Gruppe Max aus Gevelsberg eröffnete das dreitägige Festival.
Die Gruppe Max aus Gevelsberg eröffnete das dreitägige Festival.
Foto: Annina Erbes

Schwelm..  Auch ohne Stefan Stoppok, der eigentlich der Star des Festivals sein sollte, wurde das Schwelmer Adventival zum Erfolg. Nur Wenige hatten von dem Angebot der Kartenrücknahme Gebrauch gemacht.

Mit einem dreitägigen hochkarätigen Programm lockten die Veranstalter ein begeistertes Publikum in das Ibach Haus. Die Gevelsberger Band „Max“ eröffnete am Freitagabend mit ihren eigenen Songs das Festival. So individuell wie die fünf Musiker präsentierte sich ihr facettenreiches Programm. Englische und deutsche Songs, leise und laute Töne, gefühlvolle Melodien und nachdenklich stimmende Texte aber auch rockige Passagen und ein guter Sound ergaben eine gelungene Mischung unterschiedlichster Musikstile. Mit Standing Ovations wurde die junge „Singer-Songwriter-Akustik Pop Band“ nach 90 Minuten von den Zuhörern verabschiedet.

Nach einer kulinarischen Pause war der Höhepunkt des Festivals geplant. Aber: Der Stargast des Adventivals, Liedermacher Stefan Stoppok, hatte aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgesagt.

Heimische Musiker füllen die Lücke

Der guten Stimmung im voll besetzten Ibach Haus tat dieses jedoch keinen Abbruch. Musiker aus Schwelm und der Region hatten sich kurzfristig zusammengefunden und verwöhnten die treuen Zuhörer: „Mütze“ und seine Band, Stefan Wiesbrock, Walter Lehwald, Uwe Rahn, Wolfram Cramer und Anke Wiesbrock begeisterten im zweiten Teil mit einem vielseitigen und musikalisch weitreichenden Programm. „Wir haben mit dem Adventival eine Marke gesetzte“, freuten sich Stefan Wiesbrock und Jürgen Schröder über die zahlreichen Gäste.

Überzeugend und fetzig eröffnete die erfolgreiche Folk-Rock-Band „Irish Stew“ mit dem Schwelmer Stefan Wiesbrock an der Gitarre den zweiten Abend des Festivals. Nicht nur Freunde irischer Musik kamen dabei auf ihre Kosten. Mit Geige, Cello, Drums, Gitarre und mehrstimmigem Gesang lieferten die Musiker eine stimmungsgeladene Performance. Facettenreiche Arrangements, gekonnte Instrumentierung und Virtuosität an den Instrumenten und im Gesang rissen das Publikum mit.

Abschließend erwartete die gut eingestimmten Gäste ein weiterer Höhepunkt. Die Judy Bailey unplugged Band mit der charismatischen Judy Bailey begeisterte mit karibischen Rhythmen, mit Power und Freude, aber auch mit Tiefgang. Besinnlich und ruhiger klang das „Adventival“ am Sonntagmorgen bei einem musikalischen Gottesdienst der Schwelmer Kirchen im Ibach Haus aus. Ein gelungenes Wochenende - eben richtig himmlisch, kultig und - nun ja nicht immer, aber immer wieder - leise.

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