Abschied des beliebten Pädagogen

Verabschiedung von Wolfgang Euteneuer (mitte).  Stefan Rose, Claus Jacobi, Stefan Ewald und Michael Pfleging (v.l.).
Verabschiedung von Wolfgang Euteneuer (mitte). Stefan Rose, Claus Jacobi, Stefan Ewald und Michael Pfleging (v.l.).
Foto: Ralf Sichelschmidt

Gevelsberg.. Vom Bundesligisten Bochum, wo er von 1975 an drei Jahre als Profi spielte, kam er 1979 nach Gevelsberg, um hier eigentlich nur in der Oberliga weiter vor den Ball zu treten. Dann bekam Wolfgang Euteneuer als damaliger Sonderschullehrer die Möglichkeit, an der Hasencleverschule nicht nur die sportlichen Ambitionen in Gevelsberg zu verwirklichen. Dieses Angebot nahm er an und blieb dem VfL Gevelsberg in der Verbandsliga als Co-Trainer und in vielen weiteren Funktionen bis 2000 treu.

29 Jahre später verabschiedet sich der beliebte Pädagoge und Sportler aus Gevelsberg, um in der Dortmunder „Alfred Adler“ Förderschule noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Bürgermeister Claus Jacobi, der neue Leiter des Fachbereichs Bildung, Schule und Soziales, Michael Pfleging mit seinem Stellvertreter Stefan Rose und Fachbereichsmitarbeiter Stefan Ewald verabschiedeten sich jetzt schon einmal inoffiziell von dem 54-jährigen.

„Ich lasse Wolfgang Euteneuer nicht gerne gehen, verstehe aber seine Beweggründe, noch einmal eine Herausforderung anzunehmen, sehr gut“, erklärt Claus Jacobi. „Wir sind ihm zu großem Dank für seine Arbeit verpflichtet, hat er doch für alle Gevelsberger Schulen viel auf den Weg gebracht.“ Jacobi zeichnete anschließend noch einmal die wichtigsten Stationen des Wirkens auf.

Wolfgang Euteneuer war in der Zeit von 1981 bis 1999 Klassenlehrer, Vertrauenslehrer und Mitglied des Lehrerrates. Von 1985 bis 2000 fungierte er als Beauftragter der Bezirksregierung Arnsberg für den EN-Kreis und Hagen und war als Moderator von Projekten zur Schulhofgestaltung, Sport und Gesundheit, dem Sportförderunterricht und als Mitglied der NRW-Kommission zur Organisation von Sportturnieren beim Landessportfest in sechs Sportarten aktiv.

Euteneuer Gründer des
legendären Sternenlaufs

1993 organisierte Wolfgang Euteneuer eine Aktion gegen Rechtsradikalismus und Fremdenfeindlichkeit in Gevelsberg mit einem Fußballturnier, bei dem acht Mannschaften unterschiedlicher Nationen gegeneinander spielten. Überhaupt sah er es immer als seine Aufgabe an, Menschen vor Ausgrenzung zu schützen. So auch im Schulzentrum West mit der Förderschule, der Hauptschule und dem Gymnasium. Mit den Kollegen D. Storbeck (Hauptschule) und A. Launag (Gymnasium) baute er 1998 den Arbeitskreis Gewaltprävention auf, der bis heute hervorragend funktioniert. 1999 wurde Wolfgang Euteneuer Konrektor und Ende 2002 zum Schulleiter der Hasencleverschule ernannt.

Neben vielen weiteren Projekten sollte der Gevelsberger Sternlauf Ende 2000 nicht unerwähnt bleiben. Dank seines Organisationstalentes nahmen an dem legendären Sternlauf 30 Schulen mit etwa 6 000 Schülern teil, die über ihre Sponsoren 94 000 Deutsche Mark erliefen. „Das Geld floss zurück in Projekte gegen Gewalt und Ausgrenzung an die teilnehmenden Schulen“, erzählt Euteneuer.

Bereits seit Mitte April ist er zu seiner neuen Wirkungsstätte in Dortmund abgeordert und hat sich dort einarbeiten können. „Die Schule ist sehr gut aufgestellt und hat wie in Gevelsberg ein engagiertes Kollegium“, so Euteneuer. Begrüßt wurde der „Bochumer“ mit Utensilien des BVB. „Die habe ich dann heimlich zuhause mal angezogen“, scherzt er. Vor allem die Kooperation mit anderen Schulen will er in Dortmund weiter nach vorne bringen und die Berufsorientierung für die Oberstufe stark ausbauen.

Von seinen Schülern und dem Kollegium wird sich Wolfgang Euteneuer nach den Schulferien noch in einer offiziellen Feier verabschieden. Zum Abschied im Rathaus gab es vom Bürgermeister ein kleines Geschenk.

Aber Wolfgang Euteneuer kam auch nicht mit leeren Händen. Als Dank für die große Unterstützung in all den Jahren für seine Projekte, schenkte er dem Bürgermeister einen Bildband vom Ruhrgebiet und den Mitarbeitern des Fachbereichs kleine Anerkennungen.

 
 

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