60 Jahre Respekt, Achtung und Wertschätzung füreinander

Ennepetal..  Ihm sitzt der Schalk im Nacken. „Beim Tango kamen wir uns langsam näher. Sie war damals so leicht, dass ich sie auf den Arm nehmen konnte“, lächelt Heinz Schmale seiner „besseren Hälfte“ zu. „Gisela saß in der Ecke des Tanzlokals in Gevelsberg. Da habe ich sie gefragt: Sind sie verheiratet? Daraus muss sie geschlossen haben, dass ich sie heiraten möchte.“ Und so kam es dann ja auch. Heute, am 20. Mai, feiern Gisela geborene Jurke (80) und Heinz Schmale (82), die an der Büttenberger Straße wohnen, Diamanthochzeit.

Ehefrau Gisela bemerkt: „Anfangs hat er mich überhaupt nicht interessiert. Doch dann: Er war so lustig, das gefiel mir.“ Und schon wenige Woche nach dem ersten Kennenlernen habe es richtig gefunkt“. Als Gisela mit ihrem ältesten Sohn schwanger war, wurde rasch geheiratet, getreu dem Motto, so das Ehepaar, das Wilhelm Busch zitiert: Ratsam ist und bleibt es immer für ein junges Frauenzimmer, einen Mann sich zu erwählen und womöglich zu vermählen. „Respekt, Achtung und Wertschätzung füreinander sind die wichtigsten Dinge in einer Ehe“, betont Gisela Schmale und Ehemann Heinz ergänzt: „Zwischen uns besteht ein großer Zusammenhalt.“

Die Diamantbraut stammt aus der Niederlausitz. Sie war seinerzeit zu Besuch in Ennepetal und blieb wegen der Liebe „hier hängen“. Heinz Schmale erblickte im Hasper Krankenhaus das Licht der Welt. Von Gevelsberg zog das Ehepaar im Jahr 1966 ins eigene Haus am Büttenberg. Gisela Schmale ist gelernte Kindergärtnerin, der Ehemann gelernter Schlosser. „Trotz seiner vielen Aufgaben als Betriebsschlosser in Hagen und Wuppertal war mein Mann immer für die Familie da“, sagt Gisela Schmale nach 60 Jahren Gemeinsamkeit. „Wir waren halt von Anfang an aufeinander eingespielt“, so der Diamantbräutigam. Das Diamantpaar hat sechs Kinder, elf Enkel und zwei Urenkelkinder.

Gisela Schmale liebt die Gartenarbeit und kocht leidenschaftlich gern. „Ihre Rouladen schmecken vorzüglich“, schwärmte der Ehemann, der gesteht, nicht mal ein Ei in die Pfanne schlagen zu können. Heinz Schmale werkelte früher auch viel im Garten, erfreut sich heute an den „grünen Aussicht“, wenn er auf seiner Terrasse in einem Eckchen sitzt, um in aller Ruhe eine gute Kuba-Zigarre zu rauchen. „Es ist schade, dass heutzutage nur noch selten Diamantene Hochzeit gefeiert wird. Man hat das Gefühl, als würden die meisten bei der Heirat nicht daran denken, dass man sich etwas fürs Leben verspricht.“

Feier im großen Familienkreis

Genau das sei es aber, was sich die Eheleute Schmale für die Zukunft wünschen: „Dass wir zusammen sein, füreinander da sein können, solange es uns die Gesundheit ermöglicht.“ Und: „Die schönsten Zeiten waren die, als unsere Kinder geboren wurden. Jedes Mal war es wie ein neuer Lebensabschnitt, der beginnt.“

Gefeiert wird der Ehrentag im großen Familienkreis. Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen wird heute Vormittag dem Diamantpaar persönlich Glückwünsche aussprechen.

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