40 Jahre Freundschaft über Landesgrenzen

Zeitgleich mit dem Gottesdienst fand am anderen Ende der Stadt, auf dem Marktplatz Les Rottes, ein kleines Fest statt. Die Tanzgruppe La Gouline zeigte 30 Minuten lang verschiedene regionale Tänze und Folklore. Einzig mit der Bühne hatten sie Probleme, sie war nämlich viel zu klein. Manch einer behauptete, dass die Flache durch den Dauerregen eingegangen ist. La Gouline ist der Name einer alten Kopfdeckung, die die Damen vor vielen Jahrzehnten trugen. Die meisten dieser handgemachten Goulines sind über 100 Jahre alt und wurden von Generation zu Generation vererbt. Die Männer tragen übrigens Blaue Kittel, die so weit geschnitten sind, damit man nicht sehen kann, dass sie darunter dick gefüllte Geldbeutel tragen. Die Vendômer Tänzerinnen und Tänzer waren übrigens vor fünf Jahren in Gevelsberg zu Gast.
Zeitgleich mit dem Gottesdienst fand am anderen Ende der Stadt, auf dem Marktplatz Les Rottes, ein kleines Fest statt. Die Tanzgruppe La Gouline zeigte 30 Minuten lang verschiedene regionale Tänze und Folklore. Einzig mit der Bühne hatten sie Probleme, sie war nämlich viel zu klein. Manch einer behauptete, dass die Flache durch den Dauerregen eingegangen ist. La Gouline ist der Name einer alten Kopfdeckung, die die Damen vor vielen Jahrzehnten trugen. Die meisten dieser handgemachten Goulines sind über 100 Jahre alt und wurden von Generation zu Generation vererbt. Die Männer tragen übrigens Blaue Kittel, die so weit geschnitten sind, damit man nicht sehen kann, dass sie darunter dick gefüllte Geldbeutel tragen. Die Vendômer Tänzerinnen und Tänzer waren übrigens vor fünf Jahren in Gevelsberg zu Gast.
Foto: WP

Vendôme/Gevelsberg..  Die vergangenen 40 Jahre zwischen Vendôme und Gevelsberg haben ihre Spuren hinterlassen. In der Politik durch gemeinsame Entscheidungen, im Vereinsleben durch grenzübergreifende Projekte, im Alltag durch den kulturellen Austausch. Daraus hätten sich enge Freundschaften entwickelt, freut sich die Vendômer Bürgermeisterin Catherine Lockhart. Entsprechend herzlich feierten über 1000 Franzosen und Deutsche am Samstag und Sonntag das Jubiläumsfest ihrer Städtepartnerschaft. Sie glaubt zu wissen, was das Rezept für ein funktionierendes Miteinander ist. „Es ist das Engagement vieler Einzelner.“

Menschen wie Ann-Marie Lubineau. Sie arbeitete Monate an den Vorbereitung für das Fest, sorgte zudem dafür, dass die meisten der 500 Gevelsberger Gäste einen Schlafplatz in den Familien bekamen. Dafür habe sie jedoch nicht lange gebraucht, sagt sie. „Wir freuen uns, wenn unsere deutschen Freunde hier sind, wohnen gerne mit ihnen zusammen“, sagt sie und lacht. Auch ihre Freunde sind wieder da, Rita und Klaus Wessel, wie in all den vergangenen 39 Jahren. Sie begleiteten die Französin zu den Tanzvorführungen auf dem Marktplatz, zum großen Picknick, bei dem Hunderte zusammen tranken und aßen. Wer wollte, konnte von morgens bis abends am abwechslungsreichen Programm teilnehmen, Samstag war es eher offizieller Natur, Sonntag stand es im Zeichen der Vereine und der Musik.

Am meisten zu tun hatten die vier Bürgermeister. Catherine Lockhart führte ihre Amtskollegen Claus Jacobi, Luigi Casisi (Butera) und Jozef Rubacha (Szprotawa) zu vielen Orten in ihrer Stadt, es wurden Reden gehalten, Geschenke verteilt. Und in der Nacht saß Lockhart mit ihnen in ihrem Wohnzimmer zusammen. Um neue Pläne zu schmieden, „gemeinsame neue Projekte anzustoßen“, erklärt Claus Jacobi. Denn solch eine Städtepartnerschaft müsse man pflegen, Jahr für Jahr.

Das ist bisher gelungen, denn alle machten mit: Jugendliche sprühten „Gevelsberg“ mit bunten Buchstaben an die Wand, es gab zahlreiche gemeinsam organisierte Ausstellungen, die Sänger von HarmoniEN traten mit dem Chor Saint-Martin auf, die Musikschulen beider Städte spielten zusammen und die Gärtner der Stadt gestalteten die Blumenbeete in schwarz-rot-gold. Nur einige Beispiele für eine funktionierende europäische Freundschaft.

 
 

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