300 Jahre altes Wahrzeichen in neuem Glanz

Der sanierte Haferkasten ( Kornkasten ) an der Hesterberger Straße in Rüggeberg wurde am Samstag, 31. Mai 2014, feierlich wieder eingeweiht. Der fast 300 Jahre alte Holzbau war demontiert und in monatelanger Arbeit von der Firma Restautec in Werl Stück für Stück instand gesetzt worden. Initiiert hatte die Sanierung der Heimatverein Rüggeberg, finanzielle Unterstützung gab es von der Stadt Ennepetal und der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.
Der sanierte Haferkasten ( Kornkasten ) an der Hesterberger Straße in Rüggeberg wurde am Samstag, 31. Mai 2014, feierlich wieder eingeweiht. Der fast 300 Jahre alte Holzbau war demontiert und in monatelanger Arbeit von der Firma Restautec in Werl Stück für Stück instand gesetzt worden. Initiiert hatte die Sanierung der Heimatverein Rüggeberg, finanzielle Unterstützung gab es von der Stadt Ennepetal und der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld.
Foto: WP

Ennepetal..  Rüggeberg hat seinen Haferkasten wieder. Mit zahlreichen Gästen feierte der Heimatverein des Höhendorfs am Samstag die Rückkehr des von Grund auf sanierten Wahrzeichens

„Nun stehe ich wieder hier, frisch und gesund aus kernigem Eichenholz! Nein, wie bin ich stolz!“ Werner Balke, Vorsitzender des Heimatvereins Rüggeberg, hatte in einer Festschrift den Haferkasten selbst zu Wort kommen und seine fast 300-jährige Geschichte ausführlich erzählen lassen. Vertreter der Heimatvereine Milspe und Voerde, der Rüggeberger Vereine, der Kirchengemeinde, der Grundschule und des Kindergartens erfuhren so bei der stimmungsvollen Feier auf dem benachbarten Sportplatzgelände, woher der Bau stammt – von einem Hof auf Severinghausen – und warum er nun saniert werden musste.

Seit Jahrzehnten kümmert sich der Heimatverein um die Instandhaltung des Baudenkmals, das im Besitz der Stadt Ennepetal ist. Nachdem der Zahn der Zeit immer mehr an Balken, Bohlen und Holznägeln genagt hatte, gab der Verein den Anstoß zur Sanierung Die Stadt mit 20 000 Euro aus dem Haushalt der Stadtbetriebe und die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld finanzierten die inklusive Erdarbeiten rund 48 000 Euro teure Maßnahme. Werner Balke richtete im vollbesetzten Festzelt seinen herzlichen Dank an die Unterstützer, zu denen auch die Firma Steffen, die Familie Morhenne und nicht zuletzt Holger Engelhardt von der ausführenden Firma Restautec gehörten. Balke betonte gegenüber unserer Zeitung, dass man im veranschlagten Kostenrahmen geblieben sei.

Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und der Vorsitzende des Heimatbundes Ennepetal, Stephan Langhard, drückten ihre Freude aus, dass der Heimatverein sich so intensiv um den Erhalt des Haferkastens bemüht habe. Auch Prof. Dr. Reinhard Döpp als Vorsitzender der Stiftung Industriekultur gratulierte, ebenso Pfarrer André Graf.

Dreifacher Grund zum Feiern

Die gelungene Sanierung des Haferkastens war am Samstag nicht der einzige Grund zum Feiern. 60 Jahre besteht der Heimatverein Rüggeberg in diesem Jahr. Und nicht zuletzt feiert Werner Balke sein Jubiläum als Vorsitzender. Seit 25 Jahren bekleidet er das Amt. Seine Stellvertreterin Marion Tigges-Haar überreichte Balke eine Collage mit vielen Bildern von Heimatvereinsveranstaltungen der vergangenen Jahre sowie einen Gutschein für einen Aufenthalt mit seiner Frau Ellen in einem Hotel im Sauerland.

Für einen stimmungsvollen Rahmen der Feier sorgten die Braidhouse Jazzmen und die Sängerfreunde der Feuerwehr Oberbauer. Letztere trugen heimatliche Lieder, zum Teil getextet und komponiert von Dirigent Peter Tillmann vor. Das Westfalenlied – auf Platt – und das Vereinslied des Heimatvereins Rüggeberg („Dän schönsten Oart“) sangen die Gäste schließlich gemeinsam.

 

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