27,5 Millionen Euro in fünf Jahren

Die Balkone an der Friedrich-Ebert-Straße, Hausnummer 47 bis 53, sollen erneuert werden. Hier sind noch die alten Balkone zu sehen. Foto: Christina Makarona
Die Balkone an der Friedrich-Ebert-Straße, Hausnummer 47 bis 53, sollen erneuert werden. Hier sind noch die alten Balkone zu sehen. Foto: Christina Makarona
Foto: Christina Makarona

Schwelm/Ennepe-Ruhr.. Auf die Imagekampagne folgen die Inhalte: Die „en|wohnen GmbH“, vielen Mietern im Kreis sicherlich noch besser bekannt unter ihrem alten Namen „Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für den Ennepe-Ruhr-Kreis“, wird bis einschließlich 2016 insgesamt 27,5 Mio. Euro in ihre Bestandsimmobilien investieren.

„Unsere Bausubstanz stammt überwiegend aus dem 1950er/1960er Jahren. Dies hat uns einige Probleme bereitet“, räumt Landrat Dr. Arnim Brux Versäumnisse in der kreiseigenen Wohnungsgesellschaft in den letzten Jahren ein. Die werden nun massiv angegangen. Mit Alexander Dyck wurde bereits ein neuer Geschäftsführer gefunden. Seit dem 1. Januar 2012 wirbt ein freundlich lächelndes Konterfei im Comic-Stil für den neuen Namen „en|wohnen GmbH“. Und die ersten Investitionen in erneuerbare Energien, Energiesparmaßnahmen, Elektrik- und Badmodernisierung, Barrierefreiheit usw. sind auch schon getätigt worden. „Von solchen Investitionen profitieren alle: die Gesellschaft, die Mieter und die Handwerker“, sagt Arnim Brux.

Im Beisein von Vertretern des heimischen Handwerks stellte gestern Geschäftsführer Alexander Dyck den Fünf-Jahres-Plan vor. Das Geld hierzu will die Gesellschaft zu 50 Prozent aus Eigenmitteln finanzieren. Der Rest soll auf dem Kapitalmarkt aufgenommen werden.

Für die Mieter bedeutet das eine Wohnwertverbesserung – aber auch eine Erhöhung der Miete. Betrug die durchschnittliche Kaltmiete im letzten Jahr 4,21 Euro pro Quadratmeter, so nennt Alexander Dyck als Ziel nach erfolgter Modernisierung 4,60 Euro pro Quadratmeter.

Der überwiegende Teil der 1501 Wohneinheiten von „en|wohnen“ liegt in Wetter. Das Geld wird in über 400 Wohneinheiten in Gevelsberg (Röllingheider Straße, Feverstraße), Schwelm (Friedrich-Ebert-Straße, Drosselstraße) und Wetter (Goethestraße, Breslauer Straße, Schillerstraße, Eickenstraße, Liborius­straße, Varneystraße) gesteckt.

Mit diesen Maßnahmen hofft „en|wohnen“ den derzeitigen Leerstand von 8,6 Prozent weiter senken zu können. Der Neubau von Wohnungen sei für die Wohnungsgesellschaft zwar ein Thema, im Moment aber nicht geplant, sagte Geschäftsführer Alexander Dyck auf Nachfrage.

 
 

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