Zuruf: „Das ist doch Wahnsinn!“

Heinz Hetkamp
Foto: Funke Foto Services

Rees.  Es fehlte nur die stimmungsvolle Kulisse des Skulpturenparks und die untergehende Abendsonne am Rhein. Für die übrigen geeigneten Requisiten hatten viele der über 300 Besucher des 3. Klappstuhlkonzertes des Gymnasiums Haus Aspel Rees gesorgt. Mit Klappstühlen, bunten Decken und Kissen verwandelten die Besucher das PZ in eine illustere Open-Air-Arena, in der selbst ein Sonnenschirm und ein aufgeblasener Delfin nicht fehlten, und genossen in dieser Atmosphäre ein mitreißendes Schülerkonzert. Wegen der angekündigten schlechten Wetterprognose war das geplante Open-Air-Konzert vom Skulpturenpark ins PZ des Schulzentrums Rees verlegt worden.

Amüsante Moderation

„Im Schulleben des Gymnasiums Haus Aspel hat das Klappstuhlkonzert einen besonderen Stellenwert“, erklärte Schulleiter Klaus Hegel. „Wir haben eine gute Fachschaft Musik und mit Dr. Janine Krüger eine hervorragende Musikpädagogin, die viele Schülerinnen und Schüler begeistern kann. Es ist wichtig, die Lieder ,an den Mann und die Frau’ zu bringen.“

Die engagierte Musikpädagogin verstand es exzellent, die über 80 Sängerinnen und Sänger, sowie Instrumentalisten zu musikalischen Höchstleistungen zu motivieren. Jung und frisch präsentierte sie das Aspel Vokalensemble und den Aspel Chor und übernahm amüsant die Moderation.

Leona-Maike Weaning (Klarinette) und Anne Köster (Querflöte) eröffneten mit dem gefühlvoll vorgetragenen Musikstück „Colours“ das abwechselungsreiche Konzert.

Aus der Filmtrilogie „Hobbit“ interpretierte das Vororchester „I see fire“. Auch den Beitrag „Titanium“ honorierte das Publikum mit gebührendem Beifall.

Besonders die mitreißenden Solobeiträge von Lara Bömer, Greta Franken und Moritz Mai inspirierten die Zuhörer. Zunächst einfühlsam, dann zunehmend temperamentvoll präsentierte Lara Bömer im typisch spanischen Sound mit voller und etwas rauchiger Stimme das Lied „Libre soy“. Das Publikum belohnte sie mit riesigem Applaus und dem emotionalen Zuruf: „Das ist doch Wahnsinn!“

Ebenso überragend zeigte Greta Franken ihre Virtuosität bei den Solostücken „Summerwine“ und „Hijo de la luna“ auch mit ihrer brillant ausgeprägten Stimme. Es gab noch viele exzellente Beiträge. Zur etwas vorgerückten Stunde passte „Moon River“ bestens zum ausgezeichneten Programm. Der Konzertabend endete „viel zu früh“, fand das Publikum und verlangte mit stehenden Ovationen Zugaben. Stimmgewaltig erfüllten alle Mitwirkenden diesen Wunsch.