Zelt diente auch als Ersatzkirche

Die Dornicker Schützen sind stolz auf das Zelt. Foto: Dirk Schuster/ WAZ-FotoPool
Die Dornicker Schützen sind stolz auf das Zelt. Foto: Dirk Schuster/ WAZ-FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Dornick. Auf der Nachfeier der Dornicker Schützen erinnerte eine Foto-Schau an die Anfänge des eigenen Zeltes

„Zum ersten Mal im neuen Zelt getanzt“ und „Endlich eigenes Zelt zum Feiern“ - so lauteten die Überschriften von Zeitungsartikeln aus dem Jahre 1987. Damit kam die Freude der St. Johannes-Schützenbruderschaft in Dornick zum Ausdruck, dass die Zeit der gemieteten Festzelte endlich hinter sich gelassen zu haben.

In diesem Jahr nun können die Dornicker auf 25 Jahre Stiftungsfest und sogar 30 Jahre Nachfeier im eigenen Schützenzelt zurückblicken. Im Rahmen des Kinderfestes ließen die Dornicker mit einer Foto-Ausstellung die Zelt-Story noch einmal Revue passieren – vom Zeltaufbau bis zu den rauschenden Feten.

Zusätzlich dienten Bauzeichnungen, eine Übersicht über die Materialkosten sowie die Chronologie zur Veranschaulichung. „Nicht nur unsere Schützenfeste, auch Pfarrfeste, Altentage und viele private Feiern wurden hier veranstaltet. Selbst als Ersatzkirche diente das Zelt, in dem Gottesdienste gefeiert wurden“, erläutert Brudermeister Gerd Böcker, der stolz darauf ist, dass das Zelt „komplett von unseren Schützen selbst gebaut“ wurde.

Schon 1978 sei die Idee entstanden, die Nachfeier in einem Zelt zu feiern. Von 1978 bis 1981 sei dies in Haldern gemietet und in Einzelteilen nach Dornick geschafft worden. Die bei der Bundeswehr geliehenen Balken seien mit Planen bespannt und der Teppich aus der Heilig-Geist Kirche geliehen worden, blickte Böcker auf die umständlichen Anfänge zurück.

Ein langer Weg nahm seinen Lauf. 1983 war „das Zelt 10 mal 20 Meter fertig gestellt“, vermittelt die Chronologie. Die „Abstimmung der Mitglieder, das Zelt auf 30 Meter Länge zu bauen“ erfolgte 1985, bevor zwei Jahre später endlich das erste Stiftungsfest im fertigen eigenen Zelt gefeiert werden konnte. Heute habe das Zelt eine Größe von etwa 300 qm, wenn darin gefeiert werde, so Brudermeister Böcker. Mit seiner Rede habe er hervorheben wollen, dass „nicht nur der Aufbau, sondern auch die Erhaltung eines solchen Zeltes schwierig“ sei. Seinen Dank richtete Gerd Böcker an alle Helfer und beendete seinen Vortrag mit dem Appell, das Zelt weiterhin so gut zu pflegen, „damit wir noch viele weitere Jahre darin unsere Feste feiern können“.

 
 

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