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Wohnmobile standen in Flammen

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Foto: WAZ FotoPool
Beim Versuch, das Feuer zu löschen, erlitt 49-jährige Reeserin Brandverletzungen.

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Noch ist die Ursache des Brandes nicht bekannt, bei dem eine Frau aus Rees verletzt wurde, ein Mobilheim völlig ausbrannte und ein weiteres so schwer beschädigt wurde, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Auf dem Campingplatz an der Alten Poststraße war am Dienstag gegen 3 Uhr in der Nacht ein Mobilheim in Brand geraten. Seit etwa zwei Jahren steht dieses Mobilheim auf dem Campingplatz „Zur Langen Renne“ leer. Später griffen die Flammen auf ein bewohntes Mobilheim über.

Eine Nachbarin, der das Mobilheim gehört, auf das das Feuer später übergriff, bemerkte den Brand als erste. Die 49-Jährige versuchte, noch vor Eintreffen der Feuerwehr den Brand zu löschen. Dabei zog sich die Reeserin leichte Brandverletzungen zu. Es bestand bei ihr zudem der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Die Frau wurde daher mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, konnte nach ambulanter Behandlung jedoch wieder entlassen werden.

Das Thema Wohnmobilbrand war bei Heinz-Werner Otto und seiner Frau Thongsuk gestern Mittag das beherrschende Thema. Thongsuk Otto war vermutlich die zweite Augenzeugin des Brandes. Durch das Fenster ihres Wohnmobils hatte die 65-Jährige das Flammenmeer gesehen. „Wir stehen nur etwa 15 Meter voneinander entfernt“, schätzt Heinz-Werner Otto. In der Hektik habe er nicht bei der Feuerwehr, sondern bei der Polizei angerufen, sagte er. Das Ehepaar versuchte noch, mit Wasser aus dem Gartenschlauch zu löschen. „Aber so etwas ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Otto. Während der Nacht hatten die Feuerwehrleute sie gebeten, zurück ins Mobil zu gehen, um vor dem beißenden Qualm geschützt zu sein. Gestern Mittag versuchte das Ehepaar, dessen Mobilheim an der gleichen, etwa drei Meter breiten Zufahrt wie das abgebrannte Mobilheim steht, den Weg zu reinigen, der voller Asche und Ruß lag.

Ermittlungen dauern an

Letztlich löschten Helfer der Feuerwehr den Brand. Bislang kann noch keine Schadenshöhe angegeben werden. Die Ermittlungen zu Brandursache durch Brandsachverständige dauern noch an, teilte Polizeisprecherin Manuela Schmickler auf Nachfrage mit. Es könnte sich um einen technischen Defekt handeln, hieß es.

Nachts waren die Löschzuge Haffen-Mehr und Rees angerückt. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge stand das später völlig ausgebrannte Mobilheim bereits in hellen Flammen. Zu diesem Zeitpunkt griffen auch schon die Flammen auf das angrenzende Mobilheim der 49-Jährigen über.

Die Löscharbeiten gestalteten sich zunächst schwierig. Grund war die eher mäßige Wasserversorgung vor Ort. Während des Aufbaus der Löschwasserversorgung führten die Helfer bereits erste Löscharbeiten aus. So konnten weitere Mobilheime vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Zeitgleich brachten die Feuerwehrleute ihre Drehleiter in Stellung, um auch von oben die Brandbekämpfung unterstützten zu können. Anschließend versuchten die Feuerwehrleute, Strahler an den Korb zu montieren, um die Einsatzstelle auszuleuchten. Zudem wurden weitere Trupps unter schwerem Atemschutz eingesetzt, um den Brand des zweiten Wohnmobilheims zu bekämpfen. Hier konnte noch rechtzeitig eine Gasflasche entfernt und in sicherer Entfernung abgelegt werden. Mittels einer Wärmebildkamera wurden im Anschluss Glutnester aufgespürt und abgelöscht. Der Einsatz für die Löschzüge war nach gut drei Stunden beendet. Es waren allerdings noch Nachlöscharbeiten durch die Wehr aus Haffen-Mehr notwendig.