Viele Spuren hinterlassen

Vrasselt.  Wie fit der durch seine Plastiken bekannte Künstler und Bildhauer Dieter von Levetzow aus Kranenburg, der am morgigen 22. November 90 wird, immer noch ist, bewies er erst unlängst, als er, hoch auf einer Leiter stehend, das unter Denkmalschutz stehende Hochkreuz auf dem alten Vrasselter Friedhof im Auftrag der Stifterfamilie Erben Mosterts reparierte. Dort war an dem aus Ton gefertigten Christuskorpus ein Zeh abgebrochen.

Schlagfertigkeit behalten

Der Zeh wurde von dem Künstler vor Ort im Originalfarbton wieder anmodelliert und an alter Stelle kunstvoll befestigt. Dabei bewies von Levetzow auch seine bekannte Schlagfertigkeit, als er den warnenden Hinweis eines Beobachters: „Sei vorsichtig da oben auf der Leiter“ mit den Worten kommentierte: „Wenn ich hier ‘runter falle, steht morgen in der Zeitung: Ein Auferstandener und ein Toter!“ Wolf-Dieter Baron Levetzow, der altem wendischen Adel entstammt, hat am unteren Niederrhein viele Spuren hinterlassen. Die ganze Emmericher Rheinpromenade ist mit seinen Skulpturen bestückt. Mit dem Fährmann oder, besonders pfiffig, dem Wandergesellen und seinem Liebchen aus der Künneke-Operette „Der Vetter aus Dingsda“. Auch der Bär auf dem Reeser Rondell, der Froschkönig und der Rhinkieker sowie der Korpus des bronzenen Wegekreuzes in Empel entstammen seiner Werkstatt. In Isselburg erinnert sein „Gießer“ an Isselburgs lange Hütten-Tradition. Dieter von Levetzow feiert den Runden am Sonntag mit einem Frühschoppen in Nütterden auf seinem Landsitz Haus Klarenbeck.