Stellungnahme wird 90 Seiten lang

Offenlage des Planfeststellungsverfahrens für Praest/Vrasselt endete am 18.April. 411 Bürger informierten sich im Rathaus. Zwei Wochen noch haben die Anwohner Zeit, ihre Einwände einzureichen.

Praest/Vrasselt. 411 interessierte Bürger haben sich im Europasaal des Rathauses die Planfeststellungsunterlagen zum Betuwe-Bauabschnitt Praest/Vrasselt angesehen, wie der Erste Beigeordnete der Stadt, Dr. Stefan Wachs, berichtet. Am gestrigen Mittwoch,l 18.April, endete die Offenlage. Zwei Wochen haben die Anwohner noch Zeit, ihre Einwände einzureichen.

Für die Dörfer Praest und Vrasselt seien 411 Bürger ein Zeichen von regem Interesse, so Dr. Wachs. Hinter jedem Bürger stünde ja auch eine Familie. Außerdem gingen zunehmend Emails mit Einwändungen der Bürger ein, die die Stadt an die Bezirksregierung weiterleiten muss. Diese wird die Deutsche Bahn um Stellungnahme zu den Einwänden bitten. In der Folge wird es einen Anhörungstermin in Emmerich geben; die Stellungnahmen der Bahn dienen hier als Grundlage, erklärt Dr. Wachs. Inwieweit die Bürgeranliegen umgesetzt werden, sei schwer einzuschätzen. „Das wird wohl eine juristische Abhandlung“, meint der Beigeordnete.

Die Stadt Emmerich wird in den nächsten Tagen ihre rund 90 Seiten lange Stellungnahme zum Abschnitt Praest/Vrasselt verfassen. Diese wird in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Mittwoch, 25. April, um 16 Uhr im Ratssaal des Rathauses öffentlich vorgestellt. Es ist inhaltlich der einzige Tagesordnungspunkt der Sitzung.

Danach, um 18 Uhr, kommt der Rat der Stadt zur öffentlichen Sitzung zusammen. Auch hier geht’s nur um die Betuwe. Außer der erwähnten städtischen Stellungnahme werden die Ratsherren sich mit einer Eingabe der St. Georg-Schützenbruderschaft, des Heimatvereins sowie der DJK Hüthum-Borghees beschäftigen.

Antrag der Hüthumer Vereine im Rat

Die Vereine beantragen die Erstellung einer fußläufigen und mit dem Fahrrad zu befahrenden Unterführung in der Felix-Lensing-Straße. „Hier geht es nicht allein um Wege der Schützen zum Ehrenmal im Mai oder November oder der Kirchengemeinde zu den an den beiden Seiten der Bahn liegenden Fronleichnamsaltären, sondern es geht auch im wesentlichen um die Entlastung der Ingenkampstraße und deren anliegenden Straßen“, heißt es in der Begründung. Auf dieser Straße seien unter anderem vier Landwirte und ein Lohnunternehmen mit entsprechend schweren und breiten Geräten unterwegs. Wahrscheinlich wird das Thema an den Fachausschuss für Stadtentwicklung verwiesen.

 
 

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