Schmuckes Nähkästchen - eine Leidenschaft für Handarbeit

Gerrie Greck in ihrem Geschäft.
Gerrie Greck in ihrem Geschäft.
Foto: FUNKE Foto Services
Bei Gerrie Greck an der Bergstraße in Emmerich-Elten finden Handarbeitsfreunde allerlei Material. Vor allem Wolle wird gern gekauft.

Elten. Kalte Füße hat keiner gern. Was dagegen hilft? Dicke Socken. „Und die stricken viele gerne selbst“, so Gerrie Greck. Die Eltenerin muss es wissen. Schließlich sitzt sie an der Quelle. In ihrem Laden an der Bergstraße in Elten verkauft sie Utensilien für Freunde von Handarbeiten wie Nähen, Stricken oder Häkeln. In den schlichten weißen Schränken – zum Teil aus alten Holzpaletten selbst designt – stapeln sich unzählige Garne, Stoffe und Wollknäule. Vor zweieinhalb Jahren hat sich – nachdem alle Kinder aus dem Haus waren – die heute 60-Jährige selbstständig gemacht und ihren eigenen Laden eröffnet. Zunächst an der Bergstraße 19 und nun, seit Oktober vergangenen Jahres, ein paar Häuser weiter an der Bergstraße 9. Eben dort, wo ehemals das Lottogeschäft war.

Mütter werden gern kreativ

Dass die gebürtige Niederländerin, die seit elf Jahren nun in Elten lebt, einen Strick- und Nähtreff eröffnet hat, ist kein Zufall. „Seit frühen Kindertagen sitze ich an der Nähmaschine“, so die dreifache Mutter. Als ihre Kinder groß genug waren, hat sie sich sogar noch zur Schneiderin ausbilden lassen. Denn mit Nadel und Faden hantiert sie am liebsten. „Patchwork-Decken sind meine Favoriten.“ Doch auch das Stricken geht ihr leicht von der Hand. So bietet Gerrie Greck nicht nur die Materialien an, um zu stricken, nähen oder häkeln. Auch wer Kleidungsstücke geändert haben möchte, kann vorbeischauen. Ebenso ist ein Hermes-Shop im Laden untergebracht.

„Und außerdem werden Nähkurse angeboten“, so die Eltenerin. Nicht sie selbst unterrichtet, sondern eine Bekannte. „Das Interesse daran wird immer mehr“, so Greck. Denn vor allem die junge Generation ist seit einiger Zeit vermehrt interessiert daran, Dinge selbst herzustellen. „Ja, Handarbeit boomt“, freut sich Greck, dass auch andere ihre Leidenschaft teilen. Vor allem junge Frauen würden die Kurse besuchen. Zumeist Mütter. „Denn viele wollen die Kleidungsstücke oder Decken für ihre Kinder selbst nähen“, erklärt die 60-Jährige.

Sockenwolle ist besonders beliebt

Auch wenn das Angebot im Laden groß ist. Vor allem eine Art von Wolle ging Ende des vergangenen Jahres besonders oft über die Ladentheke: nämlich jene für dicke Socken. „Die stricken alle gern“, so Greck. Mit ihrem Umzug in das neue Ladenlokal konnte sie auch ihr Sortiment ein wenig erweitern. Und auch auf die Bedürfnisse des Silberdorfes anpassen.

Neben Handarbeits-Utensilien gibt es nun seit Oktober hier auch Dekoration zu kaufen. Oder kleinere Geschenkartikel. „Denn die gibt es bislang in Elten nicht“, hat Greck die Erfahrung gemacht. Während gerade der Ausverkauf der Weihnachtsartikel läuft, ordert sie nun die Dinge für Ostern. Der kreativen Frau macht das viel Spaß. „In meinem Alter setzen sich eigentlich die meisten zur Ruhe. Ich habe aber vor, das hier noch zehn Jahre zu machen.“ Denn mittlerweile läuft das Geschäft so rund, wie die Nähmaschine im Hinterzimmer rattert. Angefangen mit alten Möbeln aus dem Keller konnte sie nun sogar neue Schränke für die Inneneinrichtung kaufen. Und so ein schmuckes Nähkästchen an der Bergstraße kreieren.

 
 

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