Scharlach-Eichen sollen bleiben

Emmerich.  Die Bäume an der Goebelstraße sollen nicht fallen. So sieht es der Beirat der Unteren Landschaftsbehörde. In seiner jüngsten Sitzung gab es dafür ein einstimmiges Votum.

Wie berichtet hatte die Stadt Emmerich im Zuge des geplanten Umbaus der Goebelstraße, der unter anderem die Errichtung von zwei separaten Fahrradwegen vorsieht, um eine Genehmigung zur Fällung des vorhandenen Baumbestandes erbeten. Es handelt sich dabei um 39 homogen entwickelte Scharlach-Eichen, gepflanzt beidseitig der Straße. Eine besonders schützenswerte Allee, die 2012 in das landesweite Alleenkataster aufgenommen worden ist und nur in Ausnahmefällen beseitigt werden darf. Verkehrssicherheit könnte dafür ein Grund sein.

Inzwischen gibt es aber eine Alternativ-Planung, die zur Fällung nur eines einzelnen Baumes führen würde. Die geänderte Planung sieht sogenannte Schutzstreifen für Radfahrer vor. Fragt sich nur, ob er der Sicherheit genüge tut.

Das bezweifelte Viktor Bontrup, Beiratsmitglied und Vertreter des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes und schlug einen Kompromiss vor, nämlich die Fällung einer der beiden Baumreihe. „Die Probleme, die aufgeworfenes Pflaster durch Wurzelwerk machen, werden sich mit der Zeit zwangsläufig verschlimmern“, argumentierte er. Adalbert Niemers, Vertreter des Bund aus Emmerich, erinnerte an die Funktion der Goebelstraße als eine von drei Nord-Südachsen durch die Stadt. „Wobei die beiden anderen Straßen für Radfahrer nicht geeignet sind“, erklärte er. Daher sei die Goebelstraße prädestiniert, als Fahrradstraße ausgewiesen zu werden, als. Tempo 30-Straße, in der der motorisierte Verkehr Rücksicht auf die Radler nehmen müsse. Eine Prüfung hat die Stadt Emmerich auf Vorschlag von Joachim Sigmund (BGE) bereits eingeleitet.

Der Beirat der Untere Landschaftsbehörde folgte letztlich dem Vorschlag der Kreisverwaltung, die Bäume zu erhalten und damit der Argumentation der Straßenbauabteilung des Kreises, die die Sicherheit des Radverkehrs bei deren Führung auf der Straße für eher gegeben hält. Hier stünden Pkw-Fahrer und Radler in direktem Sichtkontakt und nähmen Rücksicht aufeinander. Bei separater Führung des Radweges würden neben den Konflikten zwischen Fietsern und Fußgängern weitere Gefahren ob der vielen Grundstückszufahren entstehen.