Rockspektakel im Kolpinghaus Elten

Annähernd 300 Gäste wollten sich das Rockspektakel im Eltener Kolpinghaus mit der Emmericher Formation Pigfarm Rock und Massive Beat aus Kleve/Kranenburg nicht entgehen lassen und mussten ihr Kommen nicht bereuen.
Annähernd 300 Gäste wollten sich das Rockspektakel im Eltener Kolpinghaus mit der Emmericher Formation Pigfarm Rock und Massive Beat aus Kleve/Kranenburg nicht entgehen lassen und mussten ihr Kommen nicht bereuen.
Foto: Jens WachterStorm
Die Lokalmatadoren von Pigfarm Rock mit Organisator Volker Jansen bereiteten das Feld gut vor für den Hauptact des Abends: Massive Beat.

Elten..  Statt „Elten rockt das Kolpinghaus“ hätte das Motto auch lauten können: „Hier gibt’s was auf die Ohren!“ Natürlich im positiven Sinne. Wenn in Elten etwas los ist, gehen die Eltener auch dort hin. Somit fanden sich rund 300 Gäste zum ultimativen Rockzirkus im Klopinghaus ein. Der Saal war also gut gefüllt, und die Rockfans konnten sich einmal wieder so richtig treiben lassen. Einfach schön zu sehen, dass sich Personen jeglichen Alters eingefunden hatten. Da nahm beispielsweise die 20-jährige Tochter ihre Eltern mit an die Hand und entführte sie in dieses Rockspektakel.

Die Alternative

Da es seit drei Jahren kein Scheunenfest in Elten mehr gibt, musste irgendeine Alternative her. Die fand und organisierte Volker Jansen, der auch gleichzeitig der Leadsänger der Emmericher Rockformation Pigfarm Rock ist. Im Vorfeld hatte er für die Organisation so manchen Tropfen Schweiß gelassen, genauso wie dann am Abend auf der Bühne. Er und seine Jungs ließen mehr als eine Stunde die Rock-Ohren heiß werden. Wenn eine Band gleich zwei Sologitarristen auffährt, kommt schon echter Rocksound rüber. Die leicht heisere Stimme tat ihr übriges. Da ging es auch schon mal krachender zu. Bei der Band kommt nichts aus der Konserve, nur aus der Steckdose, um sich zu verstärken.

Aber sie können auch sanftere Töne wie z.B. „Wake me up when September Ends“ von Green Day. Toller Gitarrensound und gut interpretiert vom Leadsänger. Laut Jansen bieten sie „melodiösen Rock mit härteren Elementen“. Erstaunlicherweise war seine Stimme nicht kaputt nach der Rocksession. Die Atemtechnik stimmt also auch.

Und ein weiterer Coup ist Organisator Jansen gelungen. Er konnte die Band Massive Beat verpflichten, die bereits einen Plattenvertrag hat und deren Album im Oktober erscheint. Die Band von der „gönne kant“ gibt es seit 24 Jahren und lässt es ebenfalls gerne auf der Bühne krachen. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen vom Namen der Band. Sie macht keine „Hau-Drauf-Musik“, sondern covert, neben ihren eigenen Songs, sehr wohlklingendes, melodiöses Liedgut.

Hohe Messlatte

Die Klever und Kranenburger legen die Messlatte selbst ganz schön hoch, in dem sie sagen: „Wenn man Songs covert, dann muss man auf seine Weise besser sein als das Original!“ Einen großen Karriereschub verzeichnete die Band, als Leadsängerin Katharina Schoofs es bei der TV-Castingshow „Voice of Germany“ bis ins Halbfinale schaffte – völlig zu Recht. Sie ist eine unglaublich gute Sängerin, die einem mit ihrer Stimme geradezu Gänsehaut verabreicht. Beim „Augen zu“ oder bei der neuen Single „Irgendwann“ ist Kerzenatmosphäre angesagt. Ihrem Vorsatz, Deutsch zu singen, bleibt sie treu.

Sie ließen sich ihren Auftritt nicht nehmen: In dem Bierpavillon stand auch das zum Jahresende scheidende Pächterehepaar des Kolpinghauses Elten, Stephan und Alexandra Kroes, die den Saal für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatten (die NRZ berichtete).

Seit 15 Jahren gibt’s Pig Farm Rock“. Nach einer „Elternpause“ fing man vor drei Jahren wieder mit richtig guter Mucke an.

Alles war live, auch das Schweißtuch von Volker Jansen, das er nach seinen Liedern öfter brauchte.

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