Quo vadis, veni!?

Emmerich.  Als Kaplan Christian Olding aus Emmerich fortging, „war das ein Schock“, erklärt Chelsea Wagener. Nicht nur für sie. Auch für die vielen anderen Jugendlichen, die sich vor allem im veni!-Team, das mit seinen Gottesdiensten wieder Hunderte in die Kirche lockte, engagiert hatten. „Ich war traurig“, erklärt die 18-Jährige, „aber ich wusste auch, dass ich auf jeden Fall mit dem Projekt weitermachen wollte.“ Ihr Wort hat sie gehalten. Chelsea Wagner gehört noch immer zum veni!-Team, das viele alte Gesichter verloren, aber auch einige neue hinzugewonnen hat. Heute sind hier ein gutes Dutzend junger Menschen engagiert.

Auch Ralf Langela ist geblieben. „Als noch kein neuer Leiter für das Projekt gefunden war, habe ich versucht die Gruppe zusammen zu halten“, erklärt der Emmericher. Der Funke, den Christian Olding entfacht hatte, sollte weiter befeuert werden. „Und das ist auch gelungen“, weiß Matthias Lattek, der seit November 2014 als Pastoralreferent unter anderem auch für das Projekt veni! zuständig ist.

Bevor Lattek nach Emmerich kam, war er in einer Moerser Gemeinde tätig. „Klar kannte ich schon da die veni!-Gottesdienste mit Christian Olding. Und ein wenig Bammel, nach Emmerich zu kommen, hatte ich schon“, so Lattek. Musste er aber nicht. „Denn als fest stand, dass ich mich um das veni!-Projekt kümmern werde, meldete sich die Gruppe schon einmal bei mir.“

Alles eine Nummer kleiner

Seit er in Emmerich arbeitet, trifft sich veni! regelmäßig zweimal im Monat. Zum Gedankenaustausch, aber auch zur Vorbereitung neuer Aktionen. „Diese sind nicht mehr so groß wie vielleicht zu Zeiten von Christian Olding“, räumt Lattek ein. Aber dafür entspringen sie dem Engagement der jungen Erwachsenen. „Mein Beitrag ist bewusst gering“, erklärt der Pastoralreferent.

Dieser weiß auch, dass es das Jugendprojekt veni! nicht erst seit Christian Olding gibt. Und dass es schon verschiedene Erscheinungsformen hatte. Die Frage, die sich bald für Matthias Lattek stellen wird, ist, welchen Weg veni! künftig gehen soll. Denn: „2016 wird es in innerhalb der Gruppe Veränderungen geben. Einige Mitglieder machen Abitur“, so Lattek, der das Projekt aber nicht einstampfen will. Aber dann doch andere Formen finden wird.

Wichtig ist: „Es gibt uns noch“, wie veni!-Mitglied Chelsea Wagner gern betont. Dann und wann wird sie nämlich wissentlich um ihre Rolle bei veni! angesprochen. So wie erst kürzlich wieder. Glücklicherweise gibt es am kommenden Sonntag ein Lebenszeichen. In Form eines selbstgestalteten Gottesdienstes (siehe Box). Zudem ist nächstes Jahr ein Gottesdienst mit Impulsen und einem Kinofilm geplant. Außerdem will veni! wieder einen Segel-Törn anbieten.

 
 

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