Pro und Contra werden abgewogen

Heribert Feyen .Foto: Johannes Kruck
Heribert Feyen .Foto: Johannes Kruck
Foto: NRZ
Eltern der Liebfrauenschüler können sich am 12. Januar informieren. Danach geht die Abstimmung über die Bühne.

Speelberg. In der dritten Januarwoche haben die Eltern von 279 Kindern der Liebfrauenschule zu entscheiden, ob ihre Grundschule eine katholische Bekenntnisschule bleibt oder eine Gemeinschafts-Grundschule (GGS) wird. Die genauen Termine der Wahltage wird die Stadt noch bekannt geben.

Um den Eltern eine bessere Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, findet am Donnerstag, 12. Januar, 19.30 Uhr, in der Turnhalle der Liebfrauenschule ein Informationsabend statt, wo Pro und Contra einer möglichen Änderung abgewogen werden. Auf dem Podium sitzen Schulamtsdirektor Hans-Hermann Buyken, Birgit van Driel, Leiterin der GGS Rheinschule, Pastorin Anke Mühlenberg-Knebel, Kaplan Christian Olding, Schulpflegschaftsvorsitzender Dominik Verheyen und ein Vertreter des Schulträgers.

Die Abstimmung war erst möglich geworden, weil dem Schulamt 60 Eltern-Unterschriften vorgelegt werden konnten; erforderlich gewesen wären 56. Bei der eigentlichen Abstimmung liegen die Hürden höher: Zwei Drittel (186) der Eltern müssen dann „Ja“ zur Umwandlung in eine GGS sagen.

Dafür warb Schulleiter Heribert Feyen auch noch mal in seinem jüngsten Elternschreiben. Aus mehreren Gründen. Als Schulleiter will er für die Personalplanung erreichen, „dass an unserer Schule die Einstellung von kompetenten Lehrerinnen und Lehrern offen für alle Bewerber ist und nicht eingeschränkt durch ihre Nichtmitgliedschaft in der katholischen Kirche“.

Nöte auffangen

Es spräche auch nichts dagegen, „wenn auch ein evangelischer Religionsunterricht für momentan 50 evangelische Kinder eingerichtet wird. Auch eine elterlich gewünschte Befreiung vom Religionsunterricht für Kinder eines anderen oder keines Bekenntnisses könne die Schule durchaus kompensieren und damit Nöte Andersgläubiger auffangen. Diese möglichen Veränderungen bedeuten jedoch keinen Verlust an Bildung und Erziehung im Verständnis katholischer und damit christlicher Grundwerte“.

Schließlich möchte er als Schulleiter „keine Kinder bei der Anmeldung ablehnen müssen, weil sie nicht katholisch sind, wohl aber in direkter Nähe unserer Schule wohnen“.

Die Entscheidung der Eltern könne mehr Möglichkeiten bei der Auswahl von Fachpersonal bedeuten, mehr Stützung in der unterschiedlichen religiösen Ausbildung der Kinder und nicht zuletzt auch zu einem noch besseren, toleranteren Miteinander beitragen.

 
 

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