Polizei stellt 142 Bodypacks bei Drogenschmuggler sicher

Die Computertomografie (CT) bestätigte, dass der Verdächtige etliche Bodypacks geschluckt hatte.
Die Computertomografie (CT) bestätigte, dass der Verdächtige etliche Bodypacks geschluckt hatte.
Foto: NRZ
Kokain und Heroin wurden nach einer Kontrolle auf der A3 sichergestellt. CT im Krankenhaus bestätigte den Verdacht. Drogen im Wert von 98.000 Euro.

Elten.  Bei einem 20-jährigen Afrikaner hat die Bundespolizei in Elten 142 sogenannte Bodypacks mit Drogen entdeckt. Dabei handelt es sich um kleine Päckchen, die der junge Mann verschluckt hat. 1346 Gramm Kokain und 250 Gramm Heroin wurden entdeckt. Der Straßenverkaufswert der sichergestellten Drogen liegt bei 98.000 Euro.

Am Sonntagmittag kontrollierte die Bundespolizei auf dem A 3-Rastplatz Hohe Heide in Elten den 20-Jährigen mit Wohnsitz in Italien in einem internationalen Reisebus auf der Strecke Amsterdam-München. Auf Nachfrage der Beamten gab der Mann an, dass er seinen Onkel in den Niederlanden besucht hat und sich dort vier Tage aufgehalten habe und mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Rom weiterreisen wollte. Den Namen und eine Telefonnummer des Onkels in den Niederlanden konnte er nicht benennen. Als Reisegepäck führte er lediglich einen Rucksack mit Hygieneartikeln und einigen Bekleidungsstücken mit.

Das auffällig nervöse Verhalten des Mannes, unglaubwürdige Angaben und ein durchgeführter Drogenschnelltest erhärteten den Verdacht, dass der Reisende Drogen in seinem Körper mit sich führte.

Im Anschluss wurde der Mann in das Krankenhaus Kleve zwecks radiologischer Untersuchung (CT/Computertomographie) zum möglichen Auffinden von Fremdkörpern gebracht. Der diensthabende Arzt kam nach Auswertung der Aufnahmen zu dem Ergebnis, dass der Nigerianer eine erhebliche Menge an Fremdkörpern in seinem Körper trägt und bestätigte somit den Verdacht einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz. Der Beschuldigte wurde aufgrund des Ergebnisses stationär im Krankenhaus aufgenommen.

Die weitere Sachbearbeitung wurde daraufhin durch das Zollfahndungsamt Essen, Zweigstelle Kleve übernommen, die dann die 142 Bodypacks ermittelte. Der Nigerianer befindet sich auf Anordnung des Richters in Untersuchungshaft.

 
 

EURE FAVORITEN