Park, Museum oder Raststätte in Elten?

Die beiden Gebäude am Grenzübergang vergammeln. Die FDP wünscht sich ein attraktiveren Grenzübergang.
Die beiden Gebäude am Grenzübergang vergammeln. Die FDP wünscht sich ein attraktiveren Grenzübergang.
Foto: Hans Blossey
Der alte Grenzübergang an der A 3 in Elten vergammelt. Die FDP Emmerich schreibt an die Bundesministerien für Verkehr und Finanzen. Und schlägt drei Lösungen vor. Zunächst müssen aber die Zuständigkeiten geklärt werden.

Elten..  In Emmerich wurde schon häufiger über nicht ansehnliche Einfallstore der Stadt diskutiert. Sei es das Steintorareal oder aus Richtung Rees kommend die Reeser Straße. Die FDP Emmerich macht sich nun Sorgen um ein weiteres „Einfallstor“. Diesmal geht’s um den Grenzübergang an der A 3 in Elten. Der hat seit Öffnung der Grenzen keine Funktion mehr (siehe Box). Kein Zöllner oder Bundespolizist verrichtet hier noch seinen Dienst. Die Liberalen wollen die Anlage samt Gebäude nicht vergammeln lassen und wenden sich deshalb an die Bundesministerien für Verkehr und Finanzen.

Liberale favorisieren Parkanlage

Das große Zollamt (Jahrgang 1964) und das kleinere Dienstgebäude der Bundespolizei „vergammeln in erschreckendem Maße“, so die FDP. Überhaupt sei das ganze Umfeld in einem katastrophalen Zustand. „Marode Gebäude, Müll an allen Ecken und Kanten“, stellt Jan-Frens Bergman, der Ortsverbandsvorsitzende der FDP Emmerich, fest. Nicht gerade eine Visitenkarte für Emmerich, geschweige denn für die Bundesrepublik.

Die Liberalen bitten deshalb darum, dass sich etwas ändert. Zunächst müsse die Zuständigkeit geklärt werden, so Bergman. Er macht drei Vorschläge für die weitere Verwendung:
a) Die Anlage wird zu einem Denkmal mit musealer Nutzung umfunktioniert.
b) Das ehemalige Zollamt Elten-Autobahn wird einer zivilen Nutzung (etwa als Raststätte) zugeführt.
c) Die Gebäude werden abgerissen (so wie auf holländischer Seite geschehen) und das nicht mehr benötigte Gelände in eine Parkanlage umgestaltet.

Der Ortsverband favorisiert die dritte Lösung. Jan-Frens Bergman: „Abriss und Umgestaltung belasten den Steuerzahler auf Dauer am wenigsten. Eine gepflegte Parkanlage gibt den vielen Reisenden auf der Autobahn zudem einen ersten, guten Eindruck von der Stadt Emmerich am Rhein.“
Bürgermeister Johannes Diks erklärte, es handele sich nicht um Grundstücke, bei denen die Stadt Einfluss habe, und „bisher haben wir uns dazu noch keine Gedanken gemacht“.

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