Orthopädie-Schuhtechnik Beer – neue Adresse, mehr Platz

Klaus Beer in seinem neuen Geschäft an der Steinstraße.
Klaus Beer in seinem neuen Geschäft an der Steinstraße.
Foto: WAZ FotoPool
Orthopädie-Schuhmacher Klaus Beer ist umgezogen. Er hinterlässt einen neuen Leerstand an der Steinstraße, füllt dafür einen alten mit neuem Geschäftsleben. Beer bietet Schuhe, Kompressions-Strümpfe und medizinische Fußpflege an.

Emmerich..  Aus seinem bisherigen Ladenlokal ist Klaus Beer herausgewachsen. „In den vergangenen zehn Jahren sind wir so groß geworden, dass wir jetzt unbedingt etwas Neues brauchten“, sagt der Orthopädie-Schuhmachermeister. Sein bisheriges Geschäft an der Steinstraße steht deshalb nun leer, Klaus Beer ist ein paar Häuser weiter gezogen, bietet sein Schuh-Sortiment und seine Fußpflege-Dienste nun im ehemaligen Ladenlokal Günnewig an. Das Familienunternehmen hat, wie berichtet, Ende vergangenen Jahres das Geschäft aufgegeben.

Klaus Beer ist froh, endlich mehr Platz zu haben. Das alte Ladenlokal sei zwar größer gewesen als auf den ersten Blick erkennbar, aber die neue Adresse bietet Platz genug, das Angebot erheblich auszuweiten: Weil der 40-Jährige Umkleidekabinen eingerichtet hat, kann er nun auch die Versorgung mit Kompressions-Strümpfen und Bandagen anbieten. „Dafür müssen sich die Patienten ja entkleiden, damit wir Maß nehmen können“, erklärt Beer: „Ohne Umkleide undenkbar“.

Im hinteren Bereich des Ladens gibt es zwei Kabinen für die medizinische Fußpflege. „Wir sind jetzt eine podologische Schwerpunkt-Praxis“, freut sich Beer. Technisches Highlight: ein Fußscanner. „Kunden und Patienten stellen sich auf die Glasfläche, wir vermessen den Fuß und stellen passgenaue Einlagen her“, erklärt der staatlich geprüfte Podologe.

Tag der offenen Tür

Das passiert in der Werkstatt, die sich an das Ladenlokal anschließt. Hier reparieren Mitarbeiter Schuhe, stellen Einlagen her und verarbeiten sie. Und das auch mit Arbeits-Sicherheitsschuhen. Auch die sind neu im Angebot. „Wir bieten Sicherheitsschuhe nicht nur an, sondern sind auch berechtigt, die Schuhe orthopädisch zu verändern“, erklärt Beer. Das darf nämlich nicht jeder, „die Schuhe müssen auch nach der Bearbeitung noch den Sicherheits-Normen entsprechen.“

Die Sicherheitsschuhe bezieht Beer von einer Uedemer Firma, seine Kompressions-Strümpfe kommen von der Emmericher Firma Jobst. Massenware aus Fernost habe er nicht in seinem Sortiment, sagt der gebürtige Dinslakener, der seit einem halben Jahr in Elten wohnt. Der Preis sei zwar höher, „dafür stimmen die Qualität und die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung.“

So froh Klaus Beer mit seinem neuen Geschäft ist: Er hinterlässt eine wenn auch kleine Lücke. Sein altes Ladenlokal steht leer, ein Nachmieter ist nach NRZ-Informationen noch nicht gefunden. Es reiht sich ein in die Liste der vielen Leerstände an der Steinstraße.

Sich seinen Kunden in den neuen Räumen offiziell präsentieren möchte sich der Schuhmachermeister mit einem Tag der offenen Tür, und zwar am ersten verkaufsoffenen Sonntag am 13. April.

 
 

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