Noch liegt Millingen bei 25 Prozent

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Millingen..  In Millingen sorgt das Thema Glasfaser momentan für den meisten Gesprächsstoff. Denn noch haben sich erst 25 Prozent der möglichen Anschlussnehmer für Glasfaser entschieden. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Klug setzt sich persönlich dafür ein, den Weg für schnelles Internet in Millingen zu ebnen. Dazu wird es am kommenden Samstag, 21. Mai, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr einen Aktionstag auf dem Dorfplatz geben.

Auch Tischfabrikant Karl Vierhaus hatte in der vergangenen Woche seine Nachbarschaft zu einem privaten Informationsnachmittag eingeladen. „Gerade Unternehmen sind von modernen IT-Netzen stark abhängig“, argumentiert Vierhaus. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und Arbeitsplätze zukunftsorientiert zu sichern, müsse schnelles Internet nicht nur in den Betrieben, sondern auch in privaten Haushalten vorhanden sein. „Die Option, sich auf dem Weg des Internets auszutauschen und weiterzubilden, ist heutzutage eine Grundvoraussetzung für jeden Einzelnen. Ich denke da besonders an unsere Kinder“, so Vierhaus. Etwa 20 Interessierte waren an diesem Nachmittag gekommen, um sich auch von einem Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser informieren zu lassen.

In Millingen haben sich die Vorstände vom Heimatverein, Schützenverein und von Fortuna Millingen dafür eingesetzt, den Glasfaserausbau zu beschleunigen. Doch die Uhr tickt, bis zum 23. Mai müssen noch etliche Vertragsunterschriften eingegangen sein. „In der vergangenen Woche haben wir sechs Prozent zugelegt“, freut sich Klug, der selbst zu bestimmten Stoßzeiten endlos lange warten muss, um ins Netz zu kommen. „Etwa, wenn man sonntags in die Fußballtabellen schauen möchte.“

Am Samstag wird er nochmals gemeinsam mit der Deutschen Glasfaser auf dem Dorfplatz präsent sein, um die Bevölkerung wach zu machen und Bedenken auszuräumen. Es wird gegrillt, es gibt frische Getränke und für Kinder wird eine Hüpfburg aufgebaut.

Wie wichtig schnelles Internet ist, erfuhr der Millinger Ortsvorsteher jüngst in einer im TV übertragenen Bundestagsdebatte. „Deutschland als Wirtschaftsland hängt im Breitbandvergleich weit hinterher, dabei steht in der Koalitionsvereinbarung, dass sich das bis 2020 ändern muss“.

Mit monatlich 34,95 Euro für den Glasfaseranschluss gehe man kein Risiko ein, erklärt Klug gerne interessierten Millingern. „Wenn sie den Vertrag unterzeichnet haben, kümmert sich Glasfaser um alle Vertragsangelegenheiten, auch mit dem vorherigen Anbieter. Niemand muss doppelt Gebühren zahlen.“ Allerdings gibt es für diesen Preis keinen Passivanschluss, was heißt, man lässt sich nur Glasfaser ins Haus legen und nutzt sie nicht. „Dann sind die Kosten identisch, also 24 x 34,95 Euro“, rechnet Klug vor. Man müsse aber nicht damit rechnen, dass Deutsche Glasfaser nach Ablauf der zwei Jahre die Gebühren erheblich erhöhe. „Sie müssen sich ja im Feld der Mitbewerber bewegen.“

 
 

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