Neuer Auftrag der „Retter“

Elten..  Die Bürgerinitiative „Rettet den Eltenberg“ gibt nicht auf. Bei den Betuwe-Gleisplanungen seitens Deutscher Bahn und Straßen NRW wollen die „Retter“ weiterhin eine bessere Lösung für ihr Dorf erwirken. Nun wurde ein Düsseldorfer Ingenieurbüro eingeschaltet. Der Auftrag: Wie stünden die Aussichten, würde man mit einem neuerlichen Umwelt- und Natur-Gutachten die modifizierte Betuwe-Variante 7B des Ex-Bahn-Ingenieurs Johannes ten Brink auf Tauglichkeit prüfen?

Bahn-Bauprojektleiter Stefan Ventzke hatte kürzlich betont, man könne für den Eltener Gleisabschnitt nicht auch noch die Varianten acht, neun oder 23 mit einbeziehen. Zumal die Frist für private Einwände längst verstrichen ist.

Gleichwohl wird sich die Bahn mit dem letztendlichen ten Brink-Vorschlag befassen müssen. Dieser ist Bestandteil schriftlicher Bürger-Einwendungen bei der Bezirksregierung. Ob die Stellungnahme der Projektplaner gegenüber Düsseldorf und der letztlich entscheidenden Stelle, dem seit 1994 existenten Bonner Eisenbahn-Bundesamt, anders ausfallen wird als Mitte November?

Da hatte das Bottroper Büro Drecker in seinem Gutachten, von Straßen NRW beauftragt, die ten-Brink-Gleisbettvariante der Bürgerinitiative mit rund 70 Millionen Euro Mehrkosten eingestuft im Vergleich zum Bahn-Plan. Ein Vorteil für Natur und Umwelt, wollte man den Fuß des Eltenbergs unversehrt belassen, hatten die Drecker-Prüfer auch nicht herausarbeiten können.

Die Eltenberg-Retter hoffen, ihre Bau-Alternative nebst zeitaufwändigem Gutachten ins Planfeststellungsverfahren von Straßen NRW einbringen zu können. Günstig: Das Verfahren startet, so Projektleiter Heinz-Gerd Biewald gegenüber der NRZ, frühestens Ende des Jahres.

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