Neue Straßentrasse vorgeschlagen

So stellt sich der Bahnhof Empel nach dem Bau der Betuwe-Güterferntrassen vor.
So stellt sich der Bahnhof Empel nach dem Bau der Betuwe-Güterferntrassen vor.
Foto: NRZ Emmerich
Cornelius Meyboom, Ortsvorsteher von Empel, schlägt neue Straßenführung vor. Diese soll auch für Pkw passierbar sein und einen Angstraum für Fußgänger erst gar nicht entstehen lassen.

Empel/Millingen..  Millingen braucht dringend eine Pkw-Unterführung im Ortskern, damit gewachsene Strukturen – egal ob im Bereich Handel, Wirtschaft oder Kirchengemeinde – nicht zerschlagen werden. Da sind sich Gerd Klinkhammer, ehemaliger Reeser Stadtdirektor, und der Empeler Ortsvorsteher Cornelius Meyboom einig. „Und ich glaube, das ist machbar, seit sich Bundespolitiker Ronald Pofalla dafür stark macht und dies mit Sicherheit auch von Dr. Barbara Hendricks unterstützt wird“, ist Klinkhammer überzeugt. Nun aber machen sich die beiden zudem Hoffnung, dass es außerdem auch noch für Empel eine Pkw-Unterführung geben könnte. Cornelius Meyboom hat nämlich eine alternative Trasse im Visier. Eine, die sogar Betuwe-Projektleiter Stefan Ventzke aufhorchen ließ.

Zirka 300 Meter lange Röhre

„Das wäre eine Alternative, die wir bisher nicht beachtet haben“, hat er Meyboom gegenüber erklärt und im Laufe des Gesprächs zudem bekundet, dass die Bahn einer anderen Trassenführung grundsätzlich nicht im Wege stehe. Die Meyboom-Trasse, eine gemeinsame Trasse für Pkw-, Rad- und Fußverkehr, hätte zudem den Vorteil, dass die derzeitig geplante 300 Meter lange und verwinkelte Röhre für Rad- und Fußgänger nicht nur deutlich verkürzt, sondern auch Eingang und Ausgang sich direkt gegenüberlägen. So würde erst gar kein Angstraum entstehen“, erklärt Klinkhammer. Das sei bei der bisherigen Planung ein wesentlicher Nachteil. „Wer weiß denn, ob da nicht jemand noch auf der Treppe steht, die hinauf zu den Gleisen führt“, gibt er zu bedenken.

Bisher ist geplant, lediglich ein Fuß- und Radweg vom ehemaligen Stellwerk in einer Art Schnecke über 300 Meter hin und her zu führen. Diese lange und verwinkelte Wegeführung ist notwendig, damit das dortige Gefälle überbrückt werden kann. Ein derartiges Gefälle kennt die Meyboom-Variante nicht. Sein Vorschlag: Die Trasse zirka 40 Meter weiter nördlich, also Richtung Millingen zu verlegen. Das heißt konkret: Die Trasse würde von der tief liegenden Straße Im Bogen unter die Schienen geführt und an der Hüttenstraße – sie liegt ebenfalls tiefer – anbinden. Geplant ist derzeit nur eine vier Meter breite Straße. „Es würde sicher reichen, diese nur leicht zu verbreitern“, denkt Gerd Klinkhammer laut. „Der Autoverkehr müsste dort ja nicht zweispurig, sondern könnte einspurig geführt und mit einer Ampelanlage geregelt werden“, erläutert Cornelius Meyboom seine Idee.

Keine Mehrkosten

Er ist ziemlich sicher, dass diese alternative Variante nicht kostspieliger ist, als die jetzt geplante Trasse. Zudem hätte sie zwei deutliche Vorteile: Einerseits den Erhalt der Pkw-Trasse für den Ortskern Empel und andererseits die kurze Röhre mit Sichtbezug von beiden Seiten, die erst gar nicht zum Angstraum werden kann.

„Diese Alternative für Empel hat eine ehrliche Prüfung verdient“, findet Klinkhammer. Die beiden Empeler wollen sich jedenfalls dafür einsetzen, dass diese Meyboom-Variante Eingang in die Stellungnahme der Stadt Rees zu den Betuwe-Planungen findet. Mit der alternativen Wegeführung würden, so Meyboom, den Empelern nicht nur Umwege erspart, die alternative Trasse wäre auch ein großes Plus für die Sicherheit der Empeler Autofahrer. Schließlich müsse man sonst bei jedem Versuch, auf die andere Seite der Reeser Straße zu kommen, die stark befahrene Bundesstraße 67 nutzen.

 

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