Neue Klänge ertönen in der Trauerhalle

Emmerich.  Als Stefan Burs vor 20 Jahren nach Emmerich kam, war die elektrische Orgel in der Trauerhalle bereits „alt“. Der Kantor von St. Aldegundis spielte sie tapfer weiter, doch im Laufe der Jahre wurden ihre Klänge kaum noch zumutbar. So regten der evangelische Pfarrer Dr. Martin Neubauer und sein katholisches Pendant, Pfarrer Bernd de Baey, an, über den Erwerb einer neuen nachzudenken. Bei einem Gespräch mit der Stadtverwaltung wurde ihnen empfohlen, einen Antrag an die Rudolf-W.-Stahr-Stiftung zu stellen.

Rudolf Stahr, als Architekt in der Nachkriegszeit in Emmerich tätig und als großer Förderer bekannt, verstarb im Jahr 2004 und vermachte sein Vermögen der Sozial- und Kulturstiftung, wodurch diese zu einer der bedeutendsten der Stadt Emmerich heranwuchs und seit 2004 seinen Namen trägt.

Ulrich Siebers in seiner Funktion als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung überbrachte den positiven Bescheid, so dass nun eine neue elektronische Orgel im Wert von 7200 Euro angeschafft werden konnte. In Köln wurde Organist Stefan Burs fündig. Das Tasteninstrument mit elektronischer Tonerzeugung, die den Klang einer Pfeifenorgel mit 34 Registern simuliert, überzeugte ihn. „Es wird beispielsweise der Klang einer bedeutenden Orgel, etwa der Royal Albert Hall, aufgenommen, der als Ton abgespielt wird“, erklärt Burs. Wichtig war ihm aber auch, dass die E-Orgel leicht zu bedienen und auch von seinen Vertretern zu spielen ist.

Pfarrer de Baey war höchst zufrieden mit den Klängen der neuen Orgel. „Wenn keine Messe erwünscht ist und in der Trauerhalle ein Wortgottesdienst gefeiert wird, dann kommt der Organist zum Friedhof“, erläuterte der Pastor das Prozedere. Auch bei evangelischen Beerdigungen ertönt zum Gottesdienst in der Friedhofskapelle die Orgel.

 
 

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