Marktplatz in Elten von Blechlawine befreien

Gemütlich-informative Runde im NRZ-Redaktionsmobil in Elten, v.li. Jürgen Lentjes, Harald Peschel, Gerdi Köster und Lokalchef Norbert Kohnen.
Gemütlich-informative Runde im NRZ-Redaktionsmobil in Elten, v.li. Jürgen Lentjes, Harald Peschel, Gerdi Köster und Lokalchef Norbert Kohnen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Bergretter verlegten ihren Stammtisch ins NRZ-Redaktionsmobil auf dem Markt in Elten. Aber auch andere Themen kamen auf den Tisch – und Kaffee.

Elten..  Der Regen hielt die Eltener nicht davon ab, zum NRZ-Redaktionsmobil zu kommen, das auf dem Markt postiert war. Die Gäste wärmten sich mit frischem Kaffee und kamen mit den Journalisten ins Gespräch. Da ging es in erster Linie natürlich um den Eltenberg. Hans Frericks brachte es auf den Punkt: „Der Glaube versetzt Berge, aber d e n lassen wir stehen!“ Doch nicht nur über die Bergrettung wurde diskutiert.

Markt autofrei machen

Bruno Hetterscheidt fand allgemeine Zustimmung in der Runde, als er vorschlug, den Dr. Robbers-Park in einen Parkplatz umzuwandeln. „Der Park ist eh nur für die Hunde da.“ Dann, so Hetterscheidt, „wird der Markt für Geselligkeit und eine Cafeteria frei, wie in Holland“. Den Markt könnte dann auch die umliegende Gastronomie nutzen. „Ideal, eine sehr gute Idee“, fanden einhellig Gerdi Köster und Harald Peschel. Jürgen Lentjes von der Bürgerinitiative Rettet den Eltenberg ergänzte: „Die Variante 7 von Johannes ten Brink würde den Ortskern automatisch entschärfen.“

In Sache BI wurde das NRZ-Mobil an dem verregneten Morgen zum Treffpunkt der Aktivisten und zur Nachrichtenbörse. Jürgen Lentjes kündigte die Freischaltung einer neuen, zweisprachigen Website an: www.rettet-den-eltenberg-mailservice. de an. Die Verkehrsminister Groschek (NRW) und Dobrindt (Bund) sowie Bahn-Chef Grube sollen mit möglichst vielen Mails beglückt werden. „Wir wollen erreichen, dass unsere Gleisbettvariante ins Planfeststellungsverfahren 3.5 einfließt und in die Offenlage kommt. Das ist unser Bestreben, und da tun wir was für“, so BI-Sprecher Hans-Jörgen Wernicke. Jede Chance soll genutzt werden, um für Elten das Optimum herauszuholen, inklusive der seit langem geforderten Umfahrung – eine Gesamtlösung, die 60 Jahre und länger hält. Von Straßen NRW bekam man inzwischen die positive Auskunft, dass die Variante 7 umsetzbar sei, aber wohl zu teuer sein könnte. Doch das zählt für Wernicke nicht. „Das ist immer das Argument.“ Die Variante sei ja noch gar nicht geplant und durchgerechnet.

Winfried Krüger kündigte an, dass man Ministerin Dr. Barbara Hendricks (MdB-SPD) am 28. März am Rande einer Veranstaltung in Uedem sprechen werde. Die Eltener CDU war bereits bei Ronald Pofalla in Berlin. Der bekräftigte seine Aussage, dass eine gute Lösung für Elten nicht an ein paar Millionen Euro scheitern dürfe: „Der steht dazu“, versicherte CDU-Kandidat Matthias Reintjes.

Und da gestern Welttag der Poesie war, reimte Gerdi Köster einen launigen Zweizeiler: „Elten, das Dorf der Rebellen, hier hat man was gegen Bäume fällen ...“ Apropos Bäume. Auch Rüdiger Helmich von den Baumfreunden und wackerer Unterstützer der BI Eltenberg kam extra aus Emmerich zum NRZ-Mobil nach Elten. Karl Otto Wegner aus Hüthum ist freitags immer hier: „Ich kaufe gern auf dem Markt ein. Ich finde das Angebot sehr gut.“ Gar nicht gut findet Maria Schouten, was mit dem Eltenberg passieren könnte. „Als Kind habe ich dort gespielt, später mit meinen Kindern die Natur genossen, und nun gehe ich oben mit meinem Hund spazieren“, so Schouten: „Der Eltenberg ist meine Heimat – und diese muss unangetastet bleiben!“

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