Manes Peters war schnell vergriffen

Zahlreiche Besucher kamen zum zweiten Bildermarkt im Rheinmuseum.
Zahlreiche Besucher kamen zum zweiten Bildermarkt im Rheinmuseum.
Foto: WAZ FotoPool

Emmerich..  Noch vor der Eröffnung des Bildermarktes im Rheinmuseum, warteten bereits einige Besucher vor den geschlossenen Pforten des kunstvollen Hauses auf den Einlass. Ihre Ungeduld war mehr als berechtigt: Denn im Inneren des Rheinmuseum erwarteten sie 156 qualitätvolle Gemälde, wie Landschaftsbilder, abstrakte Gemälde, reizvolle Experimente mit Formen, Materialien und Farben, Porträts von Menschen, Tieren und Pflanzen, sowie alte Schätzchen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die ausgestellten Künstler griffen eher zum Pinsel, zum Bleistift oder zur Feder, so dass Fotos und Meißel-Werke wenig vertreten waren.

Von 15 bis 3000 Euro

In den ersten zwei Stunden hatte Organisator Herbert Kleipaß alle Hände voll zu tun, denn die ersten 21 Bilder wechselten ihren Besitzer, darunter Kunstdrucke, Zeichnungen und Radierungen von Emil Diedenhofen und Bernd Terhorst. Beachtlich war dabei die Spanne des Verkaufspreises der Bilder: diese reichte von 15 bis hin zu 3000 Euro. Ebenso groß wie die Unterschiede bei den Preisen, war es auch bei den Formaten der Werke.

Die Bandbreite der Darstellung reichte auch von realistischen und exakt ausgeführten Werken über impressionistischen Malereien bis zur kubistischen und abstrakten Kunst. Das mit Abstand älteste Bild stammte aus dem letzten Quartal des 18. Jahrhunderts und zeigte Fuhrleute mit Karren und Wagen. Doch auch Werke von niederrheinischen Künstlern der Gegenwart erhielten ihren Einzug in die Ausstellung, wie Landschaftsmalereien und städtische Abbildungen von Hein Driessen und Michael Hoffmann. „Durch die Zurschaustellung von Bildern heimischer Künstler wird ein unkomplizierter Zugang zur regionalen Kunst geschaffen,“ lobte Mathilde Bross die große Auswahl des Bildermarktes.

Ein besonderes Augenmerk warfen die Besucher auf den Künstler Manes Peters, dessen Bilder von Bauern und Mägden in schwerer und sorgfältiger Arbeit schnell vergriffen waren. „Seine Bilder wirken oft verträumt und dennoch realistisch. Man hat den Eindruck, das Geschehen live vor Augen mitzuerleben“, schwärmte Janina van Uhm über ihr erstandenes Bild von einem Fischer am Strom des Altrheines.

Die zweite Auflage des nicht alltäglichen musealen Angebotes hatte am Sonntag vor allem eins zu bieten: Kunst – aber günstig, denn auch im unteren Preissegment gab es schöne Bilder zu erwerben. Aufgrund dessen schauten auch Jugendliche vorbei, um in angenehmer Atmosphäre hochwertige, aber bezahlbare Bilder für die eigenen vier Wände zu erstehen. „In der Schule arbeiten wir öfter mal mit Öl, Acryl oder Aquarellen. Von den professionellen Künstlern kann man sich die ein oder andere Misch- und Maltechnik abgucken“, witzelte der 15- jährige Sven Peters aus Millingen. Wie auch im letzten Jahr blieben zwanzig Prozent des Verkaufspreises Spende beim Museum. Im nächsten Jahr soll die Erfolgsgeschichte des Bildermarktes weitergeschrieben werden. Dann könnten sich Privatleute erneut mit bis zu fünf Ausstellungsobjekten an der Kunst- und Bilderbörse beteiligen und ihre Kunstwerke oder Kleinantiquitäten zum Kauf anbieten.

 
 

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