Lidl-Erweiterung hat trotz ISEK weiter keine Chance

Emmerich..  Die Veränderungssperre für die Bebauung an der Wardstraße wurde im Haupt- und Finanzausschuss erneut kontrovers diskutiert. Schlussendlich empfahlen vor allem CDU und SPD bei fünf Nein-Stimmen die Veränderungssperre durchzusetzen. Stimmt der Rat auch zu, darf Lidl das Ladenlokal nicht vergrößern.

Gerd Bartels (BGE) stieß die Diskussion mit Verweis auf ISEK an. Denn ein solcher Beschluss stehe konträr zu den Plänen im Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2025, dass die Verwaltung gerade vorbereitet. Entwickelt wird ein Leitbild für die Innenstadt und angrenzende Lagen. „ISEK bietet eine neue Definition des Stadtkerns. Dann wären Lidl und Aldi wieder im Kernbereich“, so Bartels. Deshalb sei die Veränderungssperre jetzt ein Fehler. Auch, weil Lidl nicht das Sortiment erweitern, sondern mehr Serviceflächen schaffen wolle. Auch Thomas Meschkapowitz (Embrica) empfinde die stetigen Regulierungen als hinderlich. Man müsse in einer freien Marktwirtschaft Wettbewerb zulassen. Matthias Reintjes (CDU) entgegnete: „Wir machen erst die Veränderungssperre und dann ein normales Bebauungsplanverfahren.“

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