Licht für Leselust nd Pylone

Probebeleuchtung der Emmericher Rheinbrücke 2008.
Probebeleuchtung der Emmericher Rheinbrücke 2008.
Foto: NRZ
Das Giebelhaus auf der Steinstraße wird ab Oktober angestrahlt. Auch die Beleuchtung der Rheinbrücke kommt voran. Illumination der Pylone ist erster Schritt.

Emmerich.  Der Stadtbildverein ist ganz schön helle. Er hat schon einige Akzente in der Innenstadt gesetzt. Als da wären die Anstrahlung markanter Details an der Martinikirche, der Societät, und auch beim Rathaus gehen nach Dienstschluss nicht alle Lichter aus. Eine weitere Aktion war die Anpflanzung zehntausender Blumenzwiebeln.

Jetzt rücken zwei weitere Projekte in ein konkretes Stadium. Im April waren bei einem Abendspaziergang von Stadtbildmitgliedern auch zwei Giebelhäuser auf der Steinstraße probeweise angestrahlt worden: die Buchhandlung Leselust und die Metzgerei Bauhaus.

Auf der Wunschliste ganz oben

Bürgermeister Johannes Diks, Vorsitzender des Stadtbildvereins, zeigte sich damals hellauf begeistert: „Das sieht spitze aus!“ Ihm gefiel vor allem das Lichtkonzept des Inhabers und Architekten Michael Faulseit für die Leselust. „Ich mache auf jeden Fall mit“, sagte Faulseit der NRZ. Er geht davon aus, dass ab Oktober drei Bodenstrahler Erker und Fenster seines Hauses anstrahlen werden. Die Kosten von ca. 3700 Euro teilen sich Inhaber und Stadtbildverein. Mit Bauhaus müsse er noch sprechen, ergänzte Diks.

Schon lange auf der Wunschliste steht die dauerhafte Beleuchtung der Rheinbrücke. Die Kosten allein für die Anstrahlung der Pylonen belaufen sich auf rund 75 000 Euro. Mit im Boot haben die Emmericher die Klever. Die Klever haben inzwischen ihre Bereitschaft signalisiert, sich an den Kosten zu beteiligen. „Das sieht gut aus, so dass ich zuversichtlich bin, dass es noch in diesem Jahr klappt“, sagte Diks. 2015 oder 2016 möchte der Verein auch die Beleuchtung der Traversen in die Tat umsetzen. Dafür sind runde 200 000 Euro aufzubringen.

Zur Finanzierung hat sich der Stadtbildverein einiges einfallen lassen. Diks betont: „Es wird dafür kein Steuergeld verwendet.“ Alles läuft übers Sponsoring.

Teil dieses Sponsoren-Konzeptes ist die neue, von innen beleuchtete Stele, die an markanter Stelle, an der Ecke Rheinpromenade/Fährstraße in Kürze installiert wird. An der Stele ist eine Tafel angebracht, die über den Bau der 1965 eingeweihten Rheinbrücke informiert.

In der Stele können Sponsoren ihre Namen eingravieren lassen, sofern sie mindestens 300 Euro spenden, damit der „Golden Gate vom Niederrhein“ ein Licht aufgeht. Der Vorstand des Stadtbildvereins will mit gutem Beispiel vorangehen. Johannes Diks: „Ich erhoffe mir einen Aha-Effekt.“ Und da die Emmericher ihr Wahrzeichen ja heiß und innig lieben, sollte auch dieses Vorhaben gelingen.

 
 

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