Laura Marling und Bilderbuch beim Haldern Pop

Das Foto von Samstag, 25.01.2014, zeigt die von der NRZ präsentierte Veranstaltung Rock im Saal in der Gaststätte Tepferdt in Rees Haldern. Es spielt die Band Alcoholic Faith Mission. Foto: Diana Roos / WAZ FotoPool
Das Foto von Samstag, 25.01.2014, zeigt die von der NRZ präsentierte Veranstaltung Rock im Saal in der Gaststätte Tepferdt in Rees Haldern. Es spielt die Band Alcoholic Faith Mission. Foto: Diana Roos / WAZ FotoPool
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Die NRZ präsentiert Haldern Pop 2015. Weitere Bandbestätigungen. Programm voller Facetten

Haldern..  Ein Dutzend Eier hat der Osterhase den Haldern-Pop-Fans ins Nest gelegt. Beim dritten Bestätigungsvideo für das Festival vom 13. bis zum 15. August – präsentiert von der NRZ – wird das Programm um einige Facetten erweitert. Der größte Name dürfte diesmal Laura Marling sein. Die englische Folk-Musikerin ist mit ihren inzwischen fünf Solo-Alben konstant erfolgreich. Kein Wunder, ihre Stimme ist atemberaubend, das Gitarrenspiel dazu elegant. Auf dem neuen Album „Short Movie“ sind in ihrer Stimme letzte Spuren der Jugend der Reife gewichen. 2011 erhielt sie einen Brit-Award als beste britische Solo-Künstlerin.

Verrückte Tanzparty, Teil 2

Wer die Österreicher Bilderbuch beim Rock im Saal im Januar verpasst hat, darf sich freuen. Die Band verbindet Funkrock im Stile der Red Hot Chili Peppers mit Wiener Schmäh. Sehr unterhaltsam. Das neue Album „Schick Schock“ ist eine gute Portion poppiger als die älteren Band-Stücke, die noch ziemlich rocken. Doch der Habitus bleibt. Live lassen es Bilderbuch in jedem Fall krachen.

Alcoholic Faith Mission hatte die NRZ etwas verfrüht als bestätigt gemeldet, jetzt ist es in trockenen Tüchern. Die Dänen, die zuletzt eine starke Entwicklung aufgezeigt haben, spielen beim Haldern Pop. Ihr neues Album „Orbitor“, das bei Haldern Pop Recordings erschienen ist, steht im Zeichen des Synthesizers. Ihr Pop bleibt experimentell.

Erinnert sich noch jemand an den Kaugummi-Techno von Dan Deacon beim Festival 2010? Er hat die Massen im Spiegelzelt in Bewegung gebracht mit einer sehr einzigartigen Show. Mal sehen, womit der US-Elektro-Musiker diesmal überrascht.

Die blutjungen französisch-kubanischen Zwillingsschwestern Ibeyi sorgen gerade mit ihrer Debütsingle „River“ für erste Aufmerksamkeit. Es sind die Töchter von Miguel Díaz vom Buena Vista Social Club.

Außerdem gibt’s: Retro-Rock mit White Fence (USA) alias Tim Presley; Kate Tempest wirbelt mit stürmischen Worten – die englische Lyrikerin und Rapperin gibt der Sprache einen eigenen Klang; derber Punk-Rock aus Dänemark mit Iceage; Post-Rock aus Kanada mit Viet Cong; eine ganz neue Stimme mit Tor Miller (USA), die durch ein starkes Vibrato auffällt; der isländische Folk-Pop-Künstler Kaleo besticht durch die Lässigkeit seiner Musik; beim belgischen Dance-Projekt Magnus steht der Beat im Fokus.

Wer jetzt darüber nachdenkt, sich eine Karte zu kaufen: keine Chance! Das Festival ist längst ausverkauft. Wer beim Haldern Pop dabei sein will, muss Karten erstehen, bevor auch nur ein Bandname feststeht.

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