Konstruktive Kritik ist erwünscht

Rees.  Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) hat, wie berichtet, bei ihrer Mitgliederversammlung in Düsseldorf der Stadt Rees für weitere sieben Jahre, bis in das Jahr 2022 hinein, das Prädikat „fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt“ verliehen. Damit würdigte der Vorstand der AGFS den stetigen Ausbau der Nahmobilität im Stadtgebiet Rees. Insbesondere habe sich die Förderung des „Radverkehrs“ in Rees bewährt, heißt es in der Urkunde der AGFS.

Auch für die Zukunft mangelt es an neuen Ideen nicht: So werden zum Beispiel im Zuge der anstehenden Deichsanierungen weitere Radwege auf der Deichkrone geplant. „Ein weiteres Projekt ist zudem, eine ergänzende Beschilderung unserer vielfältigen Routen auf den Weg zu bringen“, erläutert Georg Messing, Fahrradbeauftragter der Stadt Rees..

Noch eine Neuerung: Unter www.fahrradklima-test.de kann sich jeder ab sofort und bis zum 30. November am Meinungsbild beteiligen und seine individuelle Bewertung für Rees abgeben. Die Beantwortung der Fragen dauert keine zehn Minuten. „Natürlich freuen wir uns über positive Rückmeldungen, aber auch konstruktive Kritik kann uns helfen, noch fahrradfreundlicher zu werden“, hofft Georg Messing auf eine rege Beteiligung der Reeser.

Seit der erstmaligen Ernennung zur fahrradfreundlichen Stadt im Jahr 2008 wurde die Infrastruktur für Fahrradfahrer immer weiter verbessert. So wurde im Bereich Haffen und Mehr der Deichkronenradweg mit Blick in die niederrheinische Landschaft ausgebaut oder verschiedene Querungshilfen an Gefahrenstellen eingerichtet.

Darüber hinaus wurden Bordsteine abgesenkt, Straßen in Fahrradstraßen umgewandelt, Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen freigegeben, Abstellanlagen errichtet, E-Bike Ladestationen installiert, neue Fahrradwege gebaut und die Zugänge zu den Steigern der Rheinfähren verbessert. „Sowohl für Einheimische als auch für Touristen haben wir in den letzten Jahren eine Vielzahl von kleineren und größeren Maßnahmen durchgeführt, die dazu beitragen, dass das Radfahren in unserer Stadt noch entspannter geworden ist“, so Messing.