Konkreter Bezug macht’s lebendig

Die Schulen haben die Aktion Stolperstein für weitere Projekte genutzt. Foto: Heinz Holzbach Waz / FotoPool
Die Schulen haben die Aktion Stolperstein für weitere Projekte genutzt. Foto: Heinz Holzbach Waz / FotoPool
Foto: Kleve

Emmerich.. Die Emmericher Jugend befasste sich intensiv mit der Aktion Stolpersteine. Stadtplan und Audio-Guide sind entstanden.

Dass sich die Jugendlichen Emmerichs mit dem Thema befassen, das ist für die Bürgerinitiative Pro Kultur bei der Aktion Stolpersteine das Wichtigste, erklärt Irene Möllenbeck. Die Schulen, Theodor-Brauer-Haus und Kolpingbildungswerk berichten, wie sie sich dem Gedenken an die aus Emmerich getöteten Juden näherten.

Das Förderzentrum Grunewald hat sich die Orte, die in Emmerich für das jüdische Leben von Bedeutung waren, näher angesehen. Es ist ein Stadtplan entstanden, auf dem diese Orte sowie alle 98 Stolpersteine, die in Emmerich verlegt wurden und werden, markiert sind. „Die Pläne soll es auch zum Mitnehmen geben“, sagt Johannes Reißmüller vom Förderzentrum.

Mehr über die Juden
vor Ort erfahren

Hierbei kooperierte das Zentrum mit dem Willibrord Gymnasium. Die Oberstufenschüler haben nämlich einen Audio-Guide auf CD erstellt, schildert Lehrerin Sabrina Korf. Interessierte können die Orte besuchen und dann den Informationen zu den Orten lauschen. In Zusammenarbeit mit dem Infocenter Emmerich werde überlegt, portable Abspielgeräte zu organisieren und das Thema zu einer Stadtführung des ICE auszubauen, so Möllenbeck.

Für die Hanse-Realschüler sind die Stolpersteine zur Lokalhistorie zum Anfassen geworden. „Wir haben es mit dem Technik-Unterricht verbunden. Im Geschichtsunterricht ist es ohnehin ein großes Thema“, schildert Lehrer Michael Wieczorek. Die Realschüler haben in der Steinstraße selbst Steine verlegt. An der Europaschule basteln Schüler feuerfeste Tüten, die mit einem Davidstern versehen und mit einem Teelicht bestückt werden. Die Tüten, die Emmericher Juden repräsentieren, werden im Keller des PAN zu einem großen Davidstern zusammengestellt, verrät Lehrerin Cornelia Tuchel. An der Luitgardis-Hauptschule haben die Schüler die Paten gefragt, warum sie die Steine übernommen haben. „So haben sie Näheres über die Familie Nathan erfahren“, erklärt Lehrerin Edelgard Beimdiek. Beim Theodor-Brauer-Haus und beim Kolping-Bildungswerk haben sich die Jugendlichen mit dem jüdischen Leben an sich befasst. Fazit: „Menschen unterschiedlicher Kultur können sich treffen“, sagt Eszter Andor (TBH).

 
 

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