Koenraad-Bosman-Museum Rees: Vereint im Hang zum Purismus

Im Museum Koenraad Bosman wurde die Ausstellung „Komplement“ eröffnet.
Im Museum Koenraad Bosman wurde die Ausstellung „Komplement“ eröffnet.
Foto: Funke Foto Services
Noch bis zum 5. Juni ist die Ausstellung „Komplement“ von Rahel Blase und Volker Mannek im Koenraad-Bosman-Museum zu sehen.

Rees..  „Komplement“ heißt die neue Ausstellung im Koenraad-Bosman-Museum. Rahel Blase und Volker Mannek stellen dort bis zum 5. Juni ihre Werke aus. Es ist die recht unterschiedliche Herangehensweise der beiden jungen Künstler, die dieser Ausstellung ihren Stempel und auch ihren Titel aufdrückt. Komplement, das heißt so viel wie Ergänzung. Nicht zu verwechseln mit dem Kompliment. Ein Wortspiel, das nicht nur dem Bürgermeister gefiel.

Um die Anordnung gerungen

„Es freut mich, mal wieder so junge Künstler begrüßen zu dürfen“, betonte sodann Bürgermeister Christoph Gerwers in seinem Begrüßungswort an Blase und Mannek, beide Jahrgang 1987 und ehemalige Studenten an der Universität Duisburg-Essen. Da hört es mit den Gemeinsamkeiten fast schon auf, denn in der Kunst gehen sie von verschiedenen Seiten an ihre Bilder, jedoch vereint in dem Hang zum Purismus. Manchmal ist weniger mehr, kommt es einem da durch den Kopf. Blase drückt dies durch ihre scheinbar leeren Räume aus, die mit geraden Linien erarbeitet sind, jedoch immer wieder an manchen Punkten herauszubrechen drohen. Johannes Beenen, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt Rees, ließ es sich nicht nehmen, eine ausführliche Darstellung der Herangehensweise und der Besonderheiten der Künstler, vorzustellen.

Während Blase also bevorzugt mit der räumlichen Wahrnehmung spielt, greifen bei Mannek, mehr oder weniger aktiv, Figuren in das Geschehen ein. Er versucht dabei, seine Figuren in Räumen der Schwerelosigkeit zu platzieren. Gleichzeitig jedoch attestiert Beenen diesen Figuren Kraft und Dynamik. So am Beispiel des Bildes „Bergen und entschwinden“ zu erkennen, in dem die Figuren ineinander greifen, sich retten und gleichzeitig nicht richtig zu greifen erscheinen.

Es war nicht einfach, die doch sehr verschiedenen Techniken und Kunstwerke zu vereinbaren. „Es wurde viel um die richtige Anordnung gerungen“, verrät Beenen. Er sehe die Künstler noch vor sich, diskutieren und testen. Am Ende jedoch haben sie die richtige Zusammenstellung, Ergänzung gefunden. Für den Betrachter ist es eine ähnliche Herausforderung. Jedes Bild alleine nimmt Zeit in Anspruch, zusammen betrachtet jedoch verlangen sie noch mehr. Beste Voraussetzungen, um aus dem Komplement ein Kompliment werden zu lassen.

Ein Kompliment hatten nicht nur die Maler verdient, auch der musikalische Rahmen durch Nathalie Martin und Tom Boller sorgte für ein Highlight und eine wunderbare Einstimmung in die Ausstellung.

 
 

EURE FAVORITEN