„Kindergarten-Situation ist gut“

Keine Engpässe sind in Reeser Kindergärten im kommenden Jahr zu befürchten.
Keine Engpässe sind in Reeser Kindergärten im kommenden Jahr zu befürchten.
Foto: NRZ
Aber Zahl der Plätze wird wegen sinkender Kinderzahlen wohl weiter abnehmen, deutet Sozialamtsleiter Becker im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales an

Rees..  Die derzeitige Kindergarten-Situation im Stadtgebiet Rees ist gut. Darauf wies Sozialamtsleiter Michael Becker im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales hin. 463 Mädchen und Jungen leben demnach zu Beginn des neuen Kindergarten-Jahres in der Stadt – 17 weniger als im Vorjahr. Genügend Plätze dafür stünden bereit. Gut aufgestellt sei die Stadt auch bei der Versorgung der U-3-Kinder, ebenso was das Angebot an Tagesmüttern betrifft.

Aufhorchen lässt indes die in den letzten Jahren dramatisch gesunkene Zahl sowohl an Kindern wie entsprechend an Kindergarten-Plätzen, sagte Becker und reagierte damit auch auf die Frage von Margret Derksen (Grüne), ob künftig Gruppen-Schließungen drohen könnten. „Seit 2002 haben wir 341 weniger Mädchen und Jungen im Kindergarten-Alter“, meinte der Sozialamtsleiter. Das sei ein Minus von 42 Prozent. Becker weiter: „Wir wissen nicht, wo wir landen werden.“

Bedenken, dass in den Ferien nicht genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen würden, wenn Kindergärten für drei Wochen schließen, konnte auch Bürgermeister Christoph Gerwers ausräumen. „Zwar handelt es sich um unterschiedliche Träger. Aber die Mitarbeiter sprechen sich schon heute auf kurzem Dienstweg untereinander ab. Das ist gut geregelt“, sagte er.

Gute Nachricht für Vereine und Verbände, sprich Jugendhilfe und Sport-Förderung: Wie gehabt zahlt die Stadt für Ferien-Freizeiten sowohl auf Ameland als auch auf dem Fingerhutshof in Wissel 8500 Euro, zudem stehen 5000 Euro als Jugendfördermittel bereit. In die Sportförderung fließen 20 750 Euro, u.a. 15 237 Euro an den Stadtsportverband, 586 Euro an die Jugendfeuerwehr Haffen, 499 Euro an die Ev. Jugend Haldern und 2678 Euro an den BDKJ.

Weiteres Thema war die Entwicklung bei Hartz IV: „Es wird immer schwieriger“, kommentierte der Sozialamtsleiter die aktuellen Zahlen. Demnach ist seit Februar die Zahl der Bedarfsgemeinschaften stark angestiegen, und zwar auf 690. Im Vorjahr hätte man diese durch erfolgreiche Arbeitsvermittlungen noch relativ konstant halten können, so Becker. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt habe sich aber für Gering-Qualifizierte verschlechtert. Rees schöpfe jedenfalls alle finanziellen Mittel aus, um die Lage zu verbessern.

Deutlich entspannt hat sich die Asyl-Situation in Rees, seitdem die Zentrale Unterbringungs-Einrichtung des Landes in Betrieb gegangen ist. „Aktuell werden uns keine Asylbewerber mehr zugewiesen“, betonte Becker, da durch die Einrichtung 150 Aufnahmeplätze angerechnet würden. Im Moment sind hier 87 Flüchtlinge untergebracht, alle aus dem Kosovo. Die Stadt selbst betreut acht Familien in dezentralen Wohnungen und 93 in der Gemeinschafts-Unterkunft am Melatenweg. Die Auszahlung von Barschecks statt Gutscheinen laufe zudem reibungslos, heißt es.

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