Kiesindustrie will bei Hochwasser-Konzepten mitarbeiten

Isselburg/Rees..  Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben gezeigt, wie notwendig vorbeugende Hochwasserschutzmaßnahmen sind. Meteorologen weisen darauf hin, dass künftig mehr Starkregenereignisse auf die Menschen zukommen. Damit ist klar: Der vorbeugende Hochwasserschutz muss zu einem Topthema gemacht werden. Zu dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe wollen und können auch die Unternehmen der Kies- und Sandindustrie einen Beitrag leisten. Das geben diese nun in einem gemeinsamen Schreiben des Initiativkreises Zukunft Niederrhein bekannt.

Hochwasserschutzmaßnahmen, die zusammen mit der Kiesindustrie bzw. durch die Kies- und Sandgewinnung geschaffen wurden, hätten bereits einen entscheidenden Beitrag zum Hochwasserschutz in der Region geleistet. So trug beispielsweise die systematische Flutung des Baggersees in Werth dazu bei, die Issel zu entlasten. Die Issel hatte zu Spitzenzeiten einen viermal so hohen Pegelstand wie normalerweise. Der Kiessee in Werth hätte insgesamt gut 400.000 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Das durch die Kiesgewinnung entstandene Reeser Meer nahm Wasser aus dem Hinterland zwischen Bislich und Rees auf. Über vier Millionen Kubikmeter seien aus der Haffen’schen Landwehr abgeleitet worden, so der Initiativkreis, der ein Forum der Unternehmen der Kies- und Sandindustrie am Niederrhein darstellt.

Die Kies- und Sandunternehmen hätten viele gute Konzepte zum Hochwasserschutz, so Michael Schulz und Michael Hüging-Holemans von Zukunft Niederrhein. Vorschriften der Planungsbehörde würden allerdings die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Deichverbänden und den Kies- und Sandunternehmen beim Thema Hochwasserschutz enorm erschweren. Die Mitglieder des Initiativkreises hoffen, dass die Häufung der Starkniederschlagsereignisse hier zu einem Umdenken führt.

 
 

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