Katjes Emmerich freut sich über Bundes- und Landesbeste

Kevin Schmidt aus Emmerich ist Landesbester in NRW.
Kevin Schmidt aus Emmerich ist Landesbester in NRW.
Foto: Katjes
Stolzer Süßwarenhersteller: Paul Gerlein aus dem Werk in Potsdam wurde Bundesbester. Der Emmericher Kevin Schmidt zudem Landesbester in NRW. Beide wurden bei Katjes Fassin ausgebildet. Wie es sein kann, dass beide 94 von 100 Punkten erzielten.

Emmerich..  Sie sind beide sehr ehrgeizig. Sehr lernbegierig. Sehr offen. Angenehme Typen. Und punktgleich in der Abschlussprüfung zur Fachkraft für Süßwarentechnik. Für den einen, Kevin Schmidt aus Emmerich, reichten die 94 von 100 Punkten zum Landesbesten in NRW in diesem Ausbildungsberuf. Der andere, Paul Gerlein aus Potsdam, darf sich darüber freuen, demnächst als Bundesbester 2013 ausgezeichnet zu werden. Über die Leistungen beider freut sich der Emmericher Süßwarenhersteller Katjes Fassin, der die Talente nämlich ausgebildet hat. „Wir sind schon besonders stolz“, sagt Jürgen Kucken, Leiter Personal- und Sachwesen.

An der Spitze entscheiden Nuancen

Einen Bundesbesten hatte das Unternehmen, das auch in Potsdam und bei Stuttgart Werke betreibt, noch nie. Landesbeste schon häufiger. Natürlich ist Paul Gerlein auch Landesbester in Brandenburg geworden. Die Auszeichnung erfolgt am 22. November, die zum Bundesbesten am 9. Dezember.

Der 26-Jährige wird nun – unterstützt von Katjes – berufsbegleitend seinen Meister machen. Im Vergleich zu Schmidt schnitt Gerlein deshalb besser ab, weil er im entscheidenden Teil der Prüfung, nämlich der Fertigkeitsprüfung, top abschnitt, schildert Jürgen Kucken. An der Spitze entscheiden eben die Nuancen.

Vater und Großvater bei Katjes

Als Kevin Schmidt von der am 29. November bevorstehenden Auszeichnung erfuhr, war er „sehr überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet“. Stolz auf ihn werden besonders sein Vater und Großvater sein, die beide auch bei Katjes tätig sind und waren. Als Schulabgänger schwankte Schmidt zwischen Ausbildung und Bundeswehr. Er schickte auch tatsächlich nur die eine Bewerbung an Katjes raus – und hatte die Stelle, berichtet er der NRZ.

In dem großen Unternehmen habe er gelernt, sich anzupassen, sich durchzusetzen und „als junger Spund immer dran zu bleiben. Man muss zeigen, dass man lernen möchte“.

Der 21-jährige Schmidt ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Er hat in Lemgo nun ein Studium zum Lebensmittel-Ingenieur begonnen. Ist im richtigen Augenblick eine entsprechende Stelle bei Katjes nach seinem Studium frei, wird man sich in Emmerich sicher wohlwollend an den Ex-Azubis erinnern. „Nach dem Studium will ich ins Berufsleben. Gerne auch bei Katjes. Das ist aber kein Muss“, so Schmidt.

Dem Süßwarenhersteller ist es wichtig für den eigenen Bedarf auszubilden, erklärt Personalchef Kucken. Klar, der demografische Wandel klopft auch an der Dechant-Sprünken-Straße an. Dass viele Ex-Azubis es bei Katjes bis zur Führungsposition geschafft haben, darf dabei als zusätzlicher Anreiz gelten.

Außer Fachkräfte für Süßwarentechnik werden Lagerlogistiker und Industriemechaniker sowie mehrere kaufmännische Berufe ausgebildet. Wer sich beweist habe gute Karten, im Familienunternehmen heimisch zu werden.

Für 2014 sind die Bewerbungsphasen allerdings schon abgelaufen. Ein Jahr im voraus sollte man vorstellig werden. Etwa zehn Azubis würden im kommenden Jahr eingestellt, so Kucken. Derzeit zählt Katjes etwa 35 Azubis an allen drei Standorten.

Voraussetzung für die Ausbildung zur Fachkraft für Süßwarentechnik ist ein guter Hauptschul- oder ein Realschulabschluss. „In Mathe, Physik und Technik sollte der Bewerber schon im oberen Bereich liegen“, so Kucken.

Die Theorie erlernen die Azubis im Blockunterricht an der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft in Solingen. Da geht’s nicht nur um Zuckerwaren, auch um Konfekt, Schokolade oder Dauerbackwaren.

 
 

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