Jetzt geht es an die Planung

Sarah Eul
So könnte ein Radschnellweg aussehen.
So könnte ein Radschnellweg aussehen.
Foto: IKZ
Der Radschnellweg zwischen Isselburg und Velen kommt. Wo genau, ist noch unklar und wird derzeit analysiert. In Isselburg gibt es dabei allerdings ein Problem.

Isselburg.  Die Münsterländer und ihre Fahrräder – das gehört einfach zusammen. Das hat auch das NRW-Verkehrsministerium erkannt, und den Radschnellweg von Isselburg nach Velen zu einem der fünf Landesgewinner gekürt. Was diese gute Nachricht praktisch bedeutet und welche Schritte jetzt anstehen, darüber informierten jetzt die Bürgermeister der beteiligten Städte, darunter eben auch Rudi Geukes, gemeinsam mit dem Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker und Uta Schneider von der „Regionale 2016 Agentur“.

Der Landrat koordiniert

Fest steht: Nach den ersten Planung können die Projektträger nun endlich die nächsten Arbeitsschritte angehen. Borkens Landrat Dr. Kai Zwicker betonte, dass dabei auch eine breite Öffentlichkeitsarbeit entscheidend sei: „Jetzt ist es wichtig, die Politik und die Bürger mitzunehmen und davon zu überzeugen, dass das ein wirklich zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt und eine Bereicherung für die Städte und den ganzen Kreis ist“, zeigt sich Zwicker begeistert von dem Projekt. Deshalb werde der Kreis Borken die weiteren Planungsschritte unterstützen und eine koordinierende Funktion im Projekt übernehmen.

Zunächst geht es nun mit einer Machbarkeitsstudie weiter, die das Land Nordrhein-Westfalen zu 80 Prozent finanzieren wird. Die verbleibenden 20 Prozent müssen die Anliegerstädte selbst beisteuern. Auf Isselburg kommen damit geschätzte Kosten von 10.000 Euro zu. Die Machbarkeitsstudie ist wichtig. In dieser geht es darum, den konkreten Verlauf und die Kosten der Trasse zu ermitteln. Denn dass die Strecke grob von Isselburg über Isselburg-Werth in Richtung Bocholt, Rhede und Borken bis Velen gehen soll, ist bereits klar. 45 Kilometer können Radfahrer dann auf einer komfortablen Strecke zurücklegen.

Bisher sei die Strecke lediglich als Korridor vorgedacht, der sich grob am Verlauf der ehemaligen Bahnstrecke orientiere. Wie die Trasse dann tatsächlich verlaufen solle, hänge von der Verfügbarkeit von Flächen, vom baulichen Aufwand und vielen weiteren Faktoren ab, die von Stadt zu Stadt unterschiedlich seien. „Da wird man sich vor Ort ein differenziertes Bild machen und nach den optimalen Trassen suchen“, beschrieb Mittag die nun anstehende Aufgabe. In Isselburg zeigt sich schon jetzt ein Problem. Hier sind Teile der alten Bahntrasse bereits an Landwirte verkauft. Möglichkeiten auszuweichen gebe es entlang der Schüttensteinerstraße.

Nach der Machbarkeitsstudie geht es dann an die Ausführungsplanung, für die das Land genauso Unterstützung zugesichert hat, wie auch für die Strecken-Realisierung.