Isselburg: Windrad-Rotoren stürzen brennend zu Boden

In Isselburg nahe der A3 ist eine Windkraftanlage in Feuer geraten.
In Isselburg nahe der A3 ist eine Windkraftanlage in Feuer geraten.
Foto: Guido Schulmann
  • Ob der nächtliche Sturm mit einem Blitzeinschlag das Feuer erzeugt hat, muss noch ermittelt werden
  • Das Feuer muss kontrolliert abgebrannt werden, da man in 100 Metern Höhe nicht löschen kann
  • Der Schaden wird auf mindestens mehrere hunderttausend Euro geschätzt, so die Polizei

Isselburg.. Eine Windkraftanlage ist am frühen Sonntagmorgen in Isselburg nahe der A3 in Brand geraten. Das Windrad, das sich auf einer landwirtschaftlichen Fläche befindet, brannte im Maschinenraum (Kuppel) und an den Rotorblättern in voller Ausdehnung. Es entwickelte sich starker Rauch Richtung A3 im Osten. Zwei Rotorblätter stürzten sogar zu Boden, wodurch Teile eines Maisfeldes und ein Waldstück Feuer fingen. Die Feuerwehr verhinderte ein Ausbreiten der Flammen am Boden.

Feuerwehr kann 100 Meter hohe Anlage nur kontrolliert abbrennen lassen

Die Löschzüge Isselburg und Anholt waren unter der Leitung von Stadtbrandmeister Markus Berning mit etwa 40 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen im Einsatz. Sie sperrte die Einsatzstelle weiträumig ab. Löscharbeiten, berichten Feuerwehr und Polizei, sind in der Höhe von etwa 100 Metern gar nicht möglich, sodass man die Anlage kontrolliert abbrennen lassen musste. Stand Sonntagmittag war damit zu rechnen, dass das Abbrennen noch Stunden dauern würde. Durch den Energieversorger wurde die Anlage spannungslos geschaltet. Ordnungsamt und Bürgermeister der Stadt Isselburg wurden verständigt und verschafften sich ein Bild der Lage vor Ort.

Nach Auskunft der Störungsstelle der Deutschen Windtechnik in Husum lief dort in der Nacht zu Sonntag gegen 1.30 Uhr eine Störungsmeldung auf, wonach sich insgesamt vier in diesem Bereich befindliche Windkraftanlagen automatisch abgeschaltet haben. Zu dieser Zeit befand sich eine Gewitterfront über der Schadensstelle. Ob tatsächlich ein Blitzeinschlag für den Brand verantwortlich ist, kann zu diesem frühen Zeitpunkt allerdings noch nicht gesagt werden. Dies bleibt den Ermittlungen in den folgenden Tagen vorbehalten. Nach NRZ-Informationen könnte das Windrad durch den Sturm auch heißgelaufen sein. Das Hydrauliköl könnte Feuer gefangen haben.

Nach ersten Schätzungen dürfte ein Schaden von mindestens mehreren hunderttausend Euro entstanden sein.

 
 

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