Integrationsrat bleibt weiter am Ball

Sultan Seyrek  zog nac h dem Fest der Kulturen ein positives Fazit. Foto: Kurt Michelis WAZ / FotoPool
Sultan Seyrek zog nac h dem Fest der Kulturen ein positives Fazit. Foto: Kurt Michelis WAZ / FotoPool
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Emmerich.. Gibt es Trainer mit Migrationshintergrund? Mit Hilfe des Stadtsportverbands-Vorsitzenden Rüdiger Hellmich sollen die Sportvereine nochmals angeschrieben werden. Integrationsrat zog nach dem Fest der Kulturen ein positives Fazit.

Immerhin. Die Nachricht in der Presse hat wohl Wirkung gezeigt. Zumindest ein wenig. Nachdem bekannt wurde, dass lediglich vier Sportvereine von 45 angeschriebenen auf einen von Sultan Seyrek verschickten Brief geantwortet hatten, trudelten nun noch zwei Nachzügler-Schreiben von TV-Jahn Emmerich-Vrasselt und Eintracht Emmerich ein. Das zumindest konnte die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Emmerich gleich zu Beginn der Sitzung am Mittwoch nachtragen.

Viel weiter, so stellten die anwesenden Mitglieder zusammen mit Bürgermeister Johannes Diks fest, helfe das aber nicht. „Schließlich wollten wir erfahren, ob es zum Beispiel Trainer mit Migrationshintergrund gibt, um so Interessenten mit Sprachschwierigkeiten gezielt dorthin zu schicken“, so Seyrek. Aufgegeben wird aber nicht.

Noch kein
Folgetermin

Denn Rüdiger Hellmich, Vorsitzender des Stadtsportbundes, hat seine Hilfe zugesagt. Er will in einem eigenen Schreiben noch einmal die Vereine motivieren, auf die Anfrage des Integrationsrates zu reagieren. Und mehr noch. Hellmich will in dem Anschreiben noch ein weiteres Thema ansprechen, dass sicher auch einige Migranten interessieren könnte.

„Viele Bedürftige wissen nicht, dass Beiträge für Kinder für Sportvereine durch das Bildungspaket übernommen werden“, so Hellmich. 120 Euro pro Kind pro Jahr können beantragt werden. Die Vereine sollten die Mitglieder nochmals darauf hinweisen. Denn genutzt wird diese Möglichkeit kaum. Lediglich fünf bis zehn Anträge liegen hierfür der Stadt vor.

Erfreulich war hingegen das Fazit zum ersten Fest der Kulturen, das der Integrationsrat zusammen mit dem Kulturbetrieb organisiert hatte. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sei das Fest mehr als gut angekommen. Manöverkritik gab es aber auch.

Austausch russischer
Migrantenvertreter

So schlug Bernd Nellissen vor, das nächste Mal auch ein separates Kinderprogramm zu organisieren. Zudem sollte es eine größere Bühne geben und an den einzelnen Ständen es sichtbarer sein, welche Kultur sich eben dort präsentiert. Ob und wie und wann überhaupt das zweite Fest der Kulturen gefeiert wird, dazu konnten sich die Integrationsratsmitglieder noch nicht durchringen. In der nächsten Sitzung wollen die Mitglieder aber darüber entscheiden.

Dennoch. Schon im kommenden Monat steht – zumindest für den russisch-sprachigen Teil des Integrationsrats – ein fester Programmpunkt. Irene Schwarz hat andere russisch-sprachige Vertreter aus Integrationsräten des Umkreises am 19. Oktober zum Austausch nach Emmerich eingeladen. Noch ist die Resonanz hierauf allerdings so mager, wie jene in punkto Fragebögen an die Sportvereine.

 
 

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