Hüthum: kein braunes Wasser, dafür einen Dorfladen

2015 kann schon kommen: (von links) Erik Arntzen, Rudolf Holtkamp und Elmar Bolwerk.
2015 kann schon kommen: (von links) Erik Arntzen, Rudolf Holtkamp und Elmar Bolwerk.
Foto: FUNKE Foto Services
Die CDU für Hüthum, Borghees und Klein-Netterden hat sich für 2015 auf die Fahne geschrieben, die Deichsanierung zu begleiten und einen Dorfladen für Hüthum anzuschieben.

Hüthum..  Das Jahr 2015 begrüßte Erik Arntzen sportlich. Der CDU-Vorsitzende des 70 Mitglieder starken Ortsverbandes Hüthum/Borghees/Klein-Netterden hatte sich am Neujahrsmorgen seinen eigentlich stets sonntags anstehenden 12,5-Kilometer-Lauf in den Kalender geschrieben. 75 stramme Minuten lang frischte der einstige Amateurfußballer die Gesundheit auf. Und machte sich dabei natürlich auch Gedanken. Zum Beispiel über die Krise beim C-Kreisligisten DJK Hüthum-Borghees.

„20 Jahre habe ich dort gekickt, die Entwicklung stimmt mich schon traurig“, betont Arntzen. Politisch wird der finanziell und personell offenbar vor dem Aus stehende Klub allerdings keine größere Rolle spielen. „Manchmal“, so Arntzen, „nehmen die Dinge eben ihren Lauf.“

Was der 49-jährige Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung allerdings eher selten akzeptiert. Arntzen stellt sich auch schon mal gegen die Meinung von Christdemokraten. „Aus Überzeugung“, wie er versichert.

Das war beispielsweise im vergangenen Jahr der Fall, als sich Arntzen gegen die in den Niederlanden diskutierte Bodenschatzförderung durch die für die Umwelt belastende Fracking-Methode ausgesprochen hatte.

Auch wenn das Thema derzeit kein großes ist, merkt Arntzen an: „Ich möchte nicht erleben, dass in Hüthum mal braunes Wasser aus dem Hahn läuft. Man darf nicht zu allem ,Ja’ und ,Amen’ sagen, auch wenn man kein Querkopf ist.“

Grundsätzliche Unzufriedenheit

Das gilt auch für die Diskussion um Pegida, übersetzt: Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. „Es gibt bei vielen Bürgern eine grundsätzliche Unzufriedenheit. Auch angesichts falscher Versprechungen bei der Maut-Gebühr. Oder vergrabener Milliarden-Summen beim Bau der Elb-Philharmonie in Hamburg und des neuen Flughafens in Berlin.“

Dass sich in Emmerich Pegida öffentlich bildet, hält Arntzen allerdings für unwahrscheinlich. In Hüthum, wo es „nur“ nur noch drei Restaurants, die Volksbank, einen Friseur und das SB-Terminal der Sparkasse gibt, ist für viele die Diskussion um einen fehlenden Dorfladen wichtiger.

Arntzen wertet derzeit die dazu ausgegebenen Fragebögen zum Thema aus. Gut 150 wurden ausgefüllt. Es gibt ältere, nicht mobile Bürger, für die ein Laden wichtig wäre. So viel steht fest. Arntzen: „Es existieren Dorfläden, die von Frischediensten beliefert werden und sich halten. Wir wollen das für uns prüfen, anschieben, begleiten und schaffen – aber nicht um jeden Preis.“

Erfolge verbuchte die CDU bei der Deichsanierung, die auch 2015 weiter verfolgt wird. „Wir hatten hier das Thema Sicherheit unterschätzt. Unser Druck auf die Bezirksregierung hat allerdings Früchte getragen“, so Arntzen.

Was sich auch bei den Kommunalwahlen bemerkbar machte. Neben Arntzen holten Bürgermeister-Stellvertreter und Schulpolitiker Herbert Ulrich sowie Breitband- und Betuwe-Experte Kurt Reintjes die Direktmandate für den Emmericher Rat.

Arntzen ließ keinen Zweifel daran, dass die Hüthumer CDU am 13. September bei der Bürgermeisterwahl hinter Amtsinhaber Johannes Diks steht: „Er kann sich unserer Unterstützung gewiss sein.“

Übrigens: Die Jahresversammlung der Hüthumer CDU steigt am 15. Januar um 19 Uhr im Restaurant Waldschlösschen. Heinz Derksen, Erika Kroll und Silke Behler scheiden aus dem Vorstand aus. Das Gremium wird erst einmal mit sieben statt bisher zehn Personen arbeiten.

GESUNDHEITSMINISTER GRÖHE KOMMT

Das Programm zum 29. Hüthumer CDU-Tag am Donnerstag, 28. Mai, steht. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wird bereits um 9 Uhr von Bürgermeister Johannes Diks und Hüthums CDU-Chef Erik Arntzen im Rathaus am Geistmarkt begrüßt.


Gegen 9.45 Uhr wird sich der gebürtige Uedemer Gröhe im St. Willibrord-Spital im Rahmen einer Präsentation über die Leistungsfähigkeit des Emmericher Krankenhauses informieren. Bereits für 11 Uhr sind die Bürger ins Restaurant Am Waldschlösschen (Hüthumer Straße 176) eingeladen, wo der Minister zum Thema „Gesundheitspolitik im Dienste der Menschen“ sprechen wird.


Hüthums CDU-Chef Arntzen verspricht sich vom Vortrag des Berliner Gastes Informationen aus erster Hand. „Die Gesundheitspolitik trifft jeden Einzelnen“, so Arntzen.

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