Hier wird das Gruseln gelehrt

Halloween kann ganz schön blutrünstig sein.
Halloween kann ganz schön blutrünstig sein.
Foto: WAZ FotoPool
Halloween in der Anholter Schweiz lockte viele Besucher an. Der große Aufwand hat sich gelohnt.

Vehlingen..  Wer am Donnerstagabend Halloween in der Anholter Schweiz erleben wollte, dem wurde echt das Gruseln gelehrt. Nicht nur der Spaziergang durch den dunklen Park, der sich ganz anders als sonst den Besuchern präsentierte, war schon etwas unheimlich, sondern vor allem was sich die Betreiberin Monika Westerhoff-Boland mit ihrem Team wieder alles ausgedacht hat, um die Besucher zu erschrecken, war wieder einmal ein Besuch im Biotoppark wert.

Unheimliche Gestalten

Bereits am Eingang wurden die Besucher von einem heftigen Gewitter begrüßt. An einem Hexenhaus trieben sich unheimliche Gestalten herum. Nebelschwaden stiegen aus den Gewässern und hüllten auch den alten „Friedhof“ in ein gespenstiges Licht. Und wer nicht schon furchterregend geschminkt war, der konnte das in einem Zelt nahe dem Eingang nachholen. Die zehnjährige Nina machte gemeinsam mit ihren Freundinnen Romy (9) und Juliane (10) Gebrauch davon. Als „Schwarzer Reiter“ aus dem Herrn der Ringe oder als untote Prinzessinnen machten sie danach den Park „unsicher“. Ein bisschen unheimlich war es den Dreien schon, aber wenn man die jungen Mädchen nach der

Schminkaktion so ansah, dann konnte es einem bei deren Anblick auch schon etwas mulmig werden.

Am Kinderspielplatz hatten sich Hexen, Vampire und Geister an einem Lagerfeuer niedergelassen, um sich erst einmal mit Stockbrot für den Gang durch die Schweiz zu stärken. Da kam auch schon der Geisterzug angefahren, der quer durch den Park die Besucher mit auf eine „gefährliche“ Geisterreise mitnahm. Und nicht nur Quwenn (10), Danian (8), Samira (10) und Cosima (13) haben einen großen Schrecken bekommen, als der schwarze Mann mit lautem Geschrei aus dem Gebüsch hervorkam. Christian Heweling alias „Der Entsorgungstechniker“ – Fachrichtung Fleisch -- zog mit einem schwarzen Sarg umher und wartete auf „Kundschaft“. „Wo sonst wenn nicht hier fällt für mich Kundschaft an“, grinste der gruselig verkleidete Totengräber, „und wenn der Zulauf zu groß wird, dann stapele ich die Leichen einfach übereinander“.

Gestöhne, Gejammer, dämonische Hilfeschreie und schauerliche Geräusche waren im ganzen Park zu hören und auch das Geisterschiff trieb herrenlos über den See. Vom Schweizer Häuschen hatten Riesenspinnen Besitz genommen und es komplett mit Spinnennetzen eingewebt. Ein kalter Hauch von Unbehaglichkeit stieg aus dem See und zwischendurch läuteten immer wieder die Geisterglocken.

Höhepunkt der Veranstaltung jedoch war sicherlich das Geisterhaus, welches eine Gruppe von Pfadfinder aus Zeddam aufgebaut hatte. Schon von draußen waren immer wieder schaurige, laute Schreie zu hören und machten auf einen Gang durch Geistertunnel neugierig. Einige wollten sich auf das Abenteuer jedoch nicht einlassen, aber wer am Ende den Mut gefunden hat, der war nicht nur begeistern, sondern dem war auch der eine oder andere Schrecken in die Glieder gefahren. Da gruselten nicht nur die Gehängten, der Fleischer, der Kettensägenmann und Totenköpfe, auch die unheimlichen Lichteffekte ließ die Besucher Vorsicht walten. Wusste man doch nicht, was einem hinter der nächsten Ecke an Schauderhaftem erwartet. „Das war schon unheimlich“, gestand dann auch der zwölfjährige Tyrone, „aber cool“. Am besten hat ihm der Kettensägenmann gefallen.

Die Masse der Besucher zeigte wieder einmal – Halloween in der Anholter Schweiz – ist eine ganz besondere Attraktion des Biotopparks und ein Besuch hat sich wieder einmal gelohnt.

 
 

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